Therapie

So vielfältig wie die Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit, sind auch die Behandlungsmöglichkeiten.

Welches Behandlungsverfahren für Sie in Frage kommt entscheidet sich auf Grundlage der vorangegangenen Diagnostik.

Der sofortige Übergang zu einer Fruchtbarkeitsbehandlung ist nur dann sinnvoll, wenn man aufgrund der Voruntersuchungen davon ausgeht, dass ohne Behandlung keine Schwangerschaft eintreten kann.

Eine Garantie für das Zustandekommen einer Schwangerschaft, kann die Behandlung nicht bieten. Die Schwangerschaftsrate unseres Zentrums liegt aber über dem bundesweiten Durchschnitt.

Darüber hinaus möchten wir darauf hinweisen, dass eine Kinderwunschbehandlung mit ihren Höhen und Tiefen eine Herausforderung für Sie darstellen kann, die Sie aber besser bewältigen können, wenn sie gut informiert sind. 

Gerne beraten wir Sie auch über begleitende psychotherapeutische Angebote.

Mögliche Behandlungsformen:

  • Zykluskontrolle und Geschlechtsverkehr zum optimalen Zeitpunkt (Überwachung der Eizellreifung durch Ultraschall und Hormonbestimmung zur Ermittlung des optimalen Zeitpunkts für den Geschlechtsverkehr)
  • Hormonelle Stimulation (Verbesserte Eizellreifung durch Hormonbehandlung in Form von Tabletten oder Spritzen)
  • Insemination mit oder ohne Stimulation (zum optimalen Zeitpunkt werden aufbereitete Spermien Ihres Partners über einen Katheter direkt in die Gebärmutter eingebracht)
  • IVF (In-vitro-Fertilisation: Befruchtung der Eizelle außerhalb des Körpers und anschließende Übertragung des oder der Embryonen in die Gebärmutter)
  • ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion: Bei schlechter Spermaqualität des Mannes werden Samenzellen direkt in die im Rahmen der IVF gewonnen Eizellen eingebracht)
  • Kryokonservierung (können bei IVF oder ICSI mehr Eizellen befruchtet werden als nach dem Embryonenschutzgesetz in die Gebärmutter zurückgegeben werden dürfen, werden diese eingefroren und stehen so für nachfolgende Zyklen zur Verfügung)
  • Operative Therapie (Beseitigung von Schwanger-schaftshindernissen z.B. Verwachsungen, verschlossene Eileiter oder Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose) meist durch eine Bauchspiegelung)

In Ergänzung zu den etablierten schulmedizinischen Therapieverfahren bieten wir ergänzende Akupunkturbehandlungen an, die insbesondere zur Unterstützung der Einnistungsphase nach einer Insemination oder einem Embryotransfer empfehlenswert sind. 

Patientinnen und Patienten, bei denen zur Behandlung einer Krebserkrankung eine Bestrahlung, eine Chemotherapie oder eine Tumoroperation der Genitalorgane geplant ist, beraten wir über Möglichkeiten zum Fertilitätserhalt oder Fertilitätsschutzes.


Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.

Universitätsmedizin Mannheim
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