Zahlenmäßig einer der wichtigsten Bereiche in der Klinik. Entsprechend wurde die chirurgische Klinik in Mannheim als erste Klinik Deutschlands als Kompetenz- und Referenzzentrum für Koloproktologie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein-und Viszeralchirurgie anerkannt (
DGVC).
Der Leiter der Abteilung, Professor Post (
Publikationsliste)., hat sich besonders um dieses Gebiet verdient gemacht und ist seit einiger Zeit Vorsitzender der Chirurgischen Arbeitsgemeinschaft für Koloproktologie der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie auch Präsidiumsmitglied der Europäischen Koloproktologen
Sämtliche Operationen am Dünn- und Dickdarm bei gutartigen (z.B. bei Polypen oder auch Adenome) und bösartigen Erkrankungen (z.B. Tumore / Karzinome des Dünn- und Dickdarmes) werden in unserer Klinik in großer Anzahl (>300/Jahr Operationen bei kolorektalen Tumoren) in der Regel laparoskopisch durchgeführt.
Das kolorektale Karzinom ist naturgemäß eines der häufigsten behandelten Erkrankungen in der Klinik. Die Therapie der Patienten erfolgt interdisziplinär, wobei bei Malignomen generell das Behandlungskonzept im Rahmen eines
Tumorboards festgelegt wird. Durch die hohe Expertise im interventionell endoskopischen (
chirurgische Endoskopie) und im chirurgischen Bereich kann der Patient entsprechend seines Tumorstadiums adäquat mit allen derzeit verfügbaren Resektionsmethoden behandelt werden (lokale endoskopische Resektion zum Beispiel mittels transanaler endoskopischer Operation). Ein spezieller Fokus liegt auf der Rektumchirurgie und hier speziell auf der Sphinktererhaltung bei tiefsitzenden Rektumkarzinomen.
Ein besonderes Interessensgebiet der Klinik liegt in der Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und weiteren komplexen Darmerkrankungen (Obstipation/ Entleerungsstörungen etc.). Hier gilt es besonders zunächst die Therapie mit Medikamenten optimal auszuschöpfen und in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten und Gastroenterologen den richtigen Zeitpunkt für eine Operation festzulegen. In der chirurgischen Ambulanz gibt es entsprechend auch eine wöchentliche Sprechstunde für CED und andere komplexe Darmerkrankungen (zum Beispiel Rektumprolaps Photo, chronische Obstipation, Sphinkterinsuffizienz), in der Professor Kienle jeden Patienten persönlich sieht. Dieser Bereich ist zahlenmäßig ebenfalls von großer Bedeutung, die Chirurgische Universitätsklinik in Mannheim ist eines der führenden Zentren in Deutschland für CED-Chirurgie (z.b. >100 Eingriffe bei Crohnpatienten/ Jahr) und auch, zum Beispiel, für die Rektumprolapschirugie (>30 Operationen/ Jahr).
Die minimal invasive Chirurgie (MIC) hat sich in auch in der Koloproktologie in den letzten zehn Jahren fest etabliert und ist dementsprechend ein Schwerpunkt der Klinik und von Professor Post und auch des leitenden Oberarztes der Abteilung, Professor Kienle, der den koloproktologischen Schwerpunkt leitet. Während beim Dünn-und Dickdarm die minimal-invasive Operationsmethode der Standard ist, wird auch die Rektumchirurgie mittlerweile in der Regel laparoskopisch oder zumindest laparoskopisch assistiert durchgeführt. Bei gleichwertigen onkologischen Ergebnissen im Karzinomfall ergibt sich nach minimal invasiver Operation aus der derzeitigen Studienlage eine schnellere Erholung für die Patienten und natürlich eine günstigere kosmetische Situation.
Ein spezielles Gebiet ist die Behandlung von Enddarmerkrankungen und Enddarmchirurgie (Proktologie). In enger kollegialer Zusammenarbeit mit dem
Enddarmzentrum in Mannheim werden die aktuellsten Operationstechniken auf diesem Gebiet eingesetzt (z.b. Staplerhämorrhoidektomie, Sphinkterrekonstruktionen, Fistelverschluss z.b. mit Gracilisplastik).
Im koloproktologischen Bereich setzt die chirurgische Abteilung das so genannte FAST TRACK (=schnelle Spur“) Konzept im Rahmen von klinischen Behandlungspfaden („Clinical pathways) konsequent um. Das heißt, dass die Patienten für Operationen, die ohne Schutzstoma durchgeführt werden können, keine Darmspülung mehr benötigen und dass sofort postoperativ mit dem Kostaufbau begonnen wird. In vielen Studien ist mittlerweile belegt, dass dieses Konzept eben die Komplikationsrate nicht erhöht, sondern im Gegenteil verringert und Patienten sich postoperativ deutlich schneller erholen.
Ein Forschungsschwerpunkt der Klinik liegt in koloproktologischen Bereich, denn die Durchführung von Studien generiert Expertise, die letztendlich den Patienten wieder zu Gute kommt. Entsprechend nimmt die Abteilung auch an mehreren Multicenterstudien teil (z.B. Gast 05-Studie, PETACC 7 Studien).
Unter anderen sind folgende Themen derzeitig Gegenstand der Forschung:
Multizentrisch
In Mannheim besteht seit vielen Jahren ein ausgewiesener Schwerpunkt für Koloproktologie, der in den letzten Jahren weiter ausgebaut wurde. Entsprechend ist die Kompetenz von Darmchirurgie,
Endoskopie, Proktologie und
Gastroenterologie weiter gebündelt worden, was auch für ein Universitätsklinikum außergewöhnlich ist.
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.
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