Herzerkrankungen

Erkrankungen des Kreislaufsystems zählen zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen in Deutschland. Jährlich sterben 235.000 Frauen und 162.000 Männer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ihren Folgen. Nach verbreiteter Meinung sind Herzinfarkte ein typisch männliches Problem. Richtig ist, dass Männer zwar häufiger einen Herzinfarkt erleiden als Frauen, aber für Männer endet er seltener tödlich.

Wie derzeit keine andere diagnostische Methode ermöglicht die Koronarangiographie (Röntgenuntersuchung der Herzkranzgefäße nach Gabe eines Kontrastmittels) Aussagen über den Zustand der Herzkranzarterien. Mit ihr lässt sich die Diagnose einer koronaren Herzkrankheit (KHK) sichern oder ausschließen oder das Ausmaß einer neu aufgetretenen oder länger bestehenden koronaren Herzkrankheit beurteilen. Sie unterstützt den Arzt bei der Entscheidung, ob keine Behandlung notwendig ist, ob konservativ vorgegangen werden kann oder ob eine Revaskularisation (Wiederherstellung des notwendigen Blutflusses) in Form einer Katheterintervention oder eines herzchirurgischen Eingriffs indiziert ist.

Die Qualität der Versorgung kann an der Häufigkeit von Komplikationen während und nach dem Eingriff, so genannte intra- oder postprozeduralen Komplikationen, wie beispielsweise ein erneuter Myokardinfarkt oder das Auftreten eines Schlaganfalls gemessen werden:

Universitätsklinikum Vergleichswert
0,10% 0,23%

Herleitung: BQS (ID 43892)

Die Werte zeigen, in welchem Anteil aller Fälle Komplikationen aufgetreten sind. Je niedriger der Wert, desto besser die Qualität der Versorgung.

Interessierte können auf den  Internetseiten der Techniker Krankenkasse in der Rubrik "Früh erkennen" testen, wie wahrscheinlich es ist, in den nächsten zehn Jahren an einer tödlich verlaufenden Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken. Anschließend gibt es Tipps, wie man das Risiko selbst aktiv senken kann.


Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist Klaus Wingen.

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