Abb1: Querschnitt durch den Spinalkanal (rot umrandet) mit deutlicher Einengung rechts.

Bei der lumbalen Spinalkanalstenose kommt es neben seltenen angeborenen Einengungen des Wirbelkanals in den meisten Fällen über Jahre durch Verschleisserscheinungen der kleinen Wirbelgelenke, der Bandscheiben und der Bänder zu einer Einengung des Spinalkanals mit Bedrängung der Nerven (Abb1.)

Klinik

Die Spinalkanalstenose kann vielfältige Beschwerden auslösen, von Rückenschmerzen über einschiessende Schmerzen in einem oder beiden Beinen bis hin zu Gefühlsstörungen und Schwäche der Beine. Typisch sind Schmerzen und Schwäche in den Beinen bei längerem Gehen oder Stehen, welche man als Claudicatio spinalis bezeichnet. Die Beschwerden lassen sich meist durch Vornüberneigen bzw. Sitzen lindern.

Behandlungsmöglichkeiten

In akuten Phasen kann eine Schmerztherapie mit Schmerzmittelgabe und Krankengymanstik mit Entlastungslagerung zu einer Beschwerdelinderung führen. Allerdings kommt es häufig im Verlauf zu zunehmenden Beschwerden auf Grund des fortschreitenden Verschleisses mit Zunahme der Einengung und daraus folgend auch der Beschwerden. Wenn eine ausreichende Linderung der Beschwerden mit konservativen Massnahmen nicht möglich ist, kann eine operative Erweiterung des Spinalkanals notwendig sein. In Abhängigkeit des Verschleisses kann dies ohne oder auch mit Versteifung notwendig sein.


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