Geschichte
Die Universitäts-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Mannheim ist aus der 1901 errichteten Dermatologischen Abteilung der Städtischen Krankenanstalten hervorgegangen, die von 1901 bis 1932 unter der Leitung von Dr. Heinrich Loeb (1865 - 1932) stand. Diesem folgten als Chefärzte 1932 - 1958 Prof. Friedrich Schmidt-La Baume und von 1958 - 1975 Prof. Werner Schmidt. Im Zuge der Etablierung einer Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg wurde Werner Schmidt 1968 zum Ordinarius für Dermatologie und Venerologie berufen. Ihm folgte von 1975 bis 2000 Prof. Ernst G. Jung. Seit April 2000 ist Prof. Sergij Goerdt Ordinarius für Dermatologie und Venerologie und Direktor der Klinik. Seit dem 01.07.2007 ist die die Universitäts-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Mannheim Exzellenzzentrum des Landes Baden-Württemberg.
Struktur
Die Universitäts-Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Mannheim gewährleistet mit dem Hauttumorzentrum, 2 Stationen,einer Tagesklinik, einer allgemeinen Hautambulanz, einer Ambulanz für Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin und einem dermatologischen Notdienst rund um die Uhr die Patientenversorgung des Rhein-Neckar-Dreiecks auf höchstem Niveau. Die Leistungen umfassen Diagnostik und Therapie von infektiösen Hauterkrankungen, Autoimmunkrankheiten und blasenbildenden Erkrankungen, Ablagerungskrankheiten, gutartigen Neubildungen und bösartigen Tumoren, Lymphomen, Geschlechtskrankheiten, Erbkrankheiten der Haut, Schuppenflechte, Neurodermitis, Erkrankungen der Venen und Arterien, Erkrankungen der Haare, der Nägel und Pigmentstörungen der Haut. Es besteht eine mit modernsten Bestrahlungsgeräten ausgestattete Abteilung zur Lichttherapie, 2 Operationssäle und 3 Eingriffsräume stehen ganztägig zur Verfügung. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Fachärzten.
Lehre
In der Lehre bietet der Studentenunterricht Einführungsvorlesungen in die Dermatologie, die Hauptvorlesung, eine Poliklinik-Vorlesung für Fortgeschrittene und Doktorandenseminare. Das charakteristische dieser "Vorlesungen" sind das Einbeziehen praxisnaher Demonstrationen am Patientenbett und neue Methoden des interaktiven Lernens. Darüber hinaus spielt der Unterricht am Krankenbett in Kleingruppen eine grosse Rolle. Seit dem WS 2009/2010 wird auch für die Dermatologie und Venerologie der Reformstudiengang MaReCuM umgesetzt. Der Hauptteil der Dermatologischen Pflichtlehre wird in den Modulen "Stoffwechsel und Hautkrankheiten" (Gesamtschein) sowie "klinische Onkologie" abgebildet.
Ärzte/Ärztinnen können den Facharzt für Dermatologie und Venerologie und danach die Zusatzbezeichungen Allergologie, Dermatohistopathologie und medikamentöse Tumortherapie erwerben.
Forschung
Die Forschung an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie wird in enger Verzahung zwischen Klinik und Labor betrieben. Hierzu tragen in besonderen Maße auch das Exzellenzzentrum Dermatologie Mannheim des Landes Baden-Württemberg und die neu eingerichtete Sektion Experimentelle Dermatologie sowie die
klinische Kooperationseinheit für Dermato-Onkoloie des DKFZ bei. Zwei Schwerpunkte stehen in der Forschung im Vodergrung:
1. die Dermatoonkologie, d.h. die Beschäftigung mit den Krebserkrankungen der Haut;
2. die Gefäßbiologie, d.h. die Beschäftigung mit der Funktion und Pathologie von Blut- und Lymphgefäßen.
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.
Universitätsmedizin Mannheim
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