Mit vielen neuen Eindrücken aus dem Bereich der Medizin, einer ganzen Menge neu gewonnenen Wissens und vielleicht sogar dem leisen Wunsch selbst einmal Arzt zu werden, verließen am Donnerstag, 12. August 2010, die letzten 150 Nachwuchsstudierenden den Großen Hörsaal der Universitätsmedizin Mannheim (UMM).
Rund 1.000 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren waren in den ersten zwei Wochen der baden-württembergischen Sommerferien zur Kinder-Uni Medizin gekommen, die die UMM bereits zum fünften Mal – gemeinsam mit dem Mannheimer Morgen – anbot.
In acht Vorlesungen berichteten Ärzte anschaulich und altersgerecht, wie der menschliche Körper funktioniert, wie Krankheiten entstehen und wie die Mediziner sie diagnostizieren und behandeln können.
Los ging es am Dienstag, 3. August, als zwei Vorlesungen die Kinder in die Welt der Organe entführten. Dr. Steffen-Boris Wirth sprach über „Organe – die Bausteine des Körpers“. Dr. Bettina Lange behandelte in ihrer Vorlesung „Operation Blinddarm – ein Organ erkrankt“ das Thema Blinddarmentzündung.
Die Fortsetzung dann am Donnerstag, 5. August: Am Beispiel verblüffender optischer Täuschungen zeigte der Radiologe Dr. Gerald Weisser in seinem Vortrag
„Das magische Auge“ wie wichtig beim Sehen das Zusammenspiel zwischen Auge und Gehirn ist. Dazu passend widmete sich der Neurologe Dr. Anastasios Chatzikonstantinou dem
„Kontrollzentrum Gehirn“.
Der Dienstag, 10. August, stand dann ganz im Zeichen eines ziemlich ernsten Themas: Krebserkrankungen bei Kindern. Studenten vergangener Kinder-Unis hatten sich gewünscht mehr über das Thema Leukämie zu erfahren. Hierüber informierte sie Hämatologe und Onkologe Dr. Stefan Klein in seinem Vortrag
„Blutzellen auf Abwegen“. Anschließend erklärte Dr. Matthias Dürken von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin
„Wie Kinderärzte Krebs bekämpfen“.
Den Abschluss bildeten am Donnerstag, 12. August, Dr. James Blunk, der in seinem Beitrag den Spruch
„Ein Indianer kennt keinen Schmerz!?“ etwas genauer unter die Lupe nahm und Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus van Ackern, Dekan der Medizinischen Fakultät, der sich dem
„Traumberuf Arzt?!“ widmete. Hier erwarteten die Kinder nicht nur jede Menge Beispiele aus der Praxis, sondern obendrein auch noch eine ganz besondere Überraschung...
Aber nicht nur während der Vorlesungen, auch
"Abseits des Hörsaals" war bei der Kinder-Uni Medizin immer einiges los – vor allem in den Pausen.
Erster Ansprechpartner für die Kinder war in diesem Jahr Dr. Tom Terboven als Moderator und ärztlicher Koordinator der Kinder-Uni. Er bestätigt, was in den Vorlesungen jeder sehen konnte: Auch die Mediziner hatten einen Riesenspaß bei der Kinder-Uni! „Den Kindern zu erklären, was in ihrem Körper passiert, was ihn krank machen kann, wie man wieder gesund wird und bleibt, ist wirklich eine tolle Aufgabe für uns Ärzte – vor allem wenn der Dozent durch die gezielten Fragen merkt, wie interessiert die Kinder sind“, fasst Dr. Terboven seine Eindrücke zusammen.
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist Klaus Wingen.
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