Die I. Medizinische Universitätsklinik mit den Schwerpunkten Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Intensivmedizin und klinische Hämostaseologie entstand 2001 durch die Fusion der vormaligen I. und II. Medizinischen Kliniken im Rahmen der Neustrukturierung der Medizinischen Kliniken. Sie steht seit 01.04.2001 unter der Leitung von Herrn Univ.-Prof. Dr. med. Martin Borggrefe (von 2000 bis 2001 Direktor der II. Medizinischen Klinik).
Geschichte:
Die II. Medizinische Klinik des Klinikums der Stadt Mannheim ist mit dem dritten Lehrstuhl für Innere Medizin verbunden. Die Klinik war bis September 1983 eine rein kommunale Klinik (Chefarzt: Dr. V. Becker) und ist ab 1. Oktober 1983 für diesen neu geschaffenen Lehrstuhl als letzte große Einheit Universitätsklinik geworden. Bis zum Dezember 1990 wurde die Klinik von Prof. Dr. K.-H. Usadel geleitet. Sie hatte 162 Betten, neben der breiten Inneren Medizin waren Infektionskrankheiten, Endokrinologie, Gastoenterologie und Angiologie Schwerpunkte. Nach dem Weggang von Prof. Usadel nach Frakfurt wurde die Klinik kommissarisch von OA Dr. H. Bode bis zum 15. Januar 1995 geleitet.
Mit Prof. Dr. G. Ertl wurden die Kardiologie und Angiologie zu klinischen Schwerpunkten. Die Klinik hatte zu diesem Zeitpunk 72 Betten und 12 Intensivbetten. Dieser Schwerpunkwechsels ging mit einem erheblichen Ausbau der invasiv-kardiologischen Methoden einher. Nach dem Weggang von Prof. Ertl nach Würzburg wurde die Klinik von Januar 1999 bis August 2000 kommissarisch durch Prof. Dr. P. Gaudron geleitet. Vom 1. August 2000 bis zur Neuordnung der Medizinischen Kliniken am 01.04.2001 stand die II. Medizinische Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. med. M. Borggrefe.
Gegenwart:
Die Klinik um fasst zwei Intensivstationen, vier Normalpflegestationen, zahlreiche Fachambulanzen (Kardiologie, Rhythmologie, Angiologie, Pneumologie, klinische Hämostaseologie) vier Herzkatheterlabore (inkl. Magnetnavigation) sowie die Leitung der Zentralen Notaufnahme.
Neben der allgemein-internistischen Aufgabenstellung liegt der Schwerpunkt der Klinik im Bereich der Kardiologie und Angiologie mit Diagnostik und Therapie bei Patienten mit Herzerkrankungen und Gefäßleiden. Die Klinik führt die gesamte nicht-invasive (Elektrokardiographie, Langzeit- und Belastungs-EKG, Phono- und Mechanokardiographie, signal-gemitteltes EKG, Herzfrequenzvariabilität, Echokardiographie incl. Doppler, Farb-Doppler und Ösophagus-Echokardiographie, Streß-Echokardiographie, Sonographie der Gefäße, Duplex-Sonographie) und invasive Diagnostik sowie die modernen Verfahren der interventionellen Kardiologie und Angiologie durch. Hierzu gehören alle Verfahren der Herzkatheterdiagnostik wie Rechts- und Linksherzsondierung, Koronarangiographie und Ventrikulographie, Angiographie der großen Gefäße, intravaskulärer Ultraschall, Myokardbiopsie, elektrophysiologische Untersuchungen und Interventionen (Katheterablation), Koronararteriendilatation (PTCA), Stent-Implantationen, Rotablation und Dilatation der peripheren Gefäße (PTA). Für diese Untersuchungen stehen modernste bildgebende Verfahren wie digitale Angiographie und die digitale Subtraktionsangiographie sowie elektrophysiologische Meßtechniken mit Katheter- und intraoperativen Mapping sowie dreidimensionalem Magnetfeld-Mapping.
Einen besonderen Schwerpunkt der Klinik stellt die elektrophysiologische Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen dar. Therapeutisch kommen nicht nur medikamentöse Maßnahmen, sondern auch invasive Maßnahmen wie Katheterablation, antitachykarde Operation mit intraoperativer Lokalisationsdiagnostik (Mapping), implantierbare Defibrillatoren sowie Schrittmacher-Therapie zur Anwendung.
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.
Universitätsmedizin Mannheim
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