
Prof. Dr. Martin Leverkus
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Universitätsmedizin Mannheim und
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
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Fax: +49 621 - 383 4085
Dr. P. Geserick, Biochemiker, Laborleiter
Dr. D. Panayotova-Dimitrova, Molekularbiologin, Postdoktorandin
M. Feoktistova, biolog. Doktorandin
S. Kavuri, biolog. Doktorand
B. Kehler, Ärztin
B. Kellert, biolog. Doktorandin
C. Keßler, biolog. Doktorandin
A. Huss, MTA
M. Ploesser, MTA
Im Zentrum des aktuellen wissenschaftlichen Interesses der Arbeitsgruppe steht die Regulation der Zelltod-Resistenz sowie die intrazelluläre Regulation von Signalplattformen der Entzündung. So bearbeiten wir zum Plattenepithelkarzinom der Haut, in jüngerer Zeit auch in Bezug auf das maligne Melanom unterschiedliche Themenkomplexe zu diesen Signalwegen. Ein Schwerpunkt der Arbeiten ist das Verständnis der Apoptose-Resistenz und die Aufklärung von Möglichkeiten, die Apoptose-Resistenz zu überwinden. In diesem Kontext standen Todesrezeptor-vermittelte Signalwege im Fokus unserer Arbeiten. So möchten wir verstehen, welche intrazellulären Signaltransduktionswege an der Aktivierung bzw. der Resistenz gegenüber proapoptotisch wirksamen Signalen beteiligt sind. Weiterhin möchten wir klären, wie Signaldefekte behoben werden können, damit Tumorerkrankungen der Haut durch Reaktivierung dieser Kaskaden einer effektiveren Behandlung zugeführt werden können. Todesrezeptoren können auch nichtapoptotische Signalwege, wie z.B. MAPK oder NF-kB aktivieren, mit bislang noch wenig verstandenen differentiellen Konsequenzen. Wir bearbeiten daher auch dazu verschiedene Themenkomplexe in humanen und murinen Dendritischen Zellen und anderen primären Zellen der Haut, die in vitro hochresistent gegenüber Todesliganden sind. Das langfristige Ziel der Arbeitsgruppe ist es, über das bessere Verständnis der Mechanismen, die die Apoptose-Resistenz von benignen und malignen Zellen der Haut kontrollieren, bessere Therapiestrategien zur Behandlung von Neoplasien oder entzündlicher Erkrankungen der Haut zu kommen. Insbesondere durch die rezenten Befunde der Gruppe zur Regulation der Apoptose-Resistenz durch IAP Antagonisten (Geserick et al, JCB 2009) möchten wir beispielsweise überprüfen, ob sich IAP Antagonisten als Therapeutika zum Einsatz bei dermato-onkologischen Tumorentitäten wie dem malignen Melanom, dem SCC der Haut oder bei malignen Lymphomen der Haut eignen könnten.
Perspektivisch möchten wir die folgenden Fragen adressieren:
a) welche physiologische/pathophysiologische Bedeutung hat die cFLIP-vermittelte Apoptose-Resistenz in der Haut und in Dendritischen Zellen in vivo?
b) Beeinflusst die intrazelluläre Deviation Todesrezeptor-vermittelter Signale die inflammatorische oder apoptotische Signalgebung und welche Konsequenzen resultieren für die Haut?
c) Welche Bedeutung hat die Todesrezeptor-vermittelte Nekrose?
d) Gibt es Signalplattformen in Tumorzellen, die durch unterschiedliche cFLIP Isoformen differentiell reguliert werden?
e) ist cFLIP ein „Fahrer“ oder ein „Beifahrer“ bei der Tumorprogression in der Haut?
f) wie wird die Apoptose-Resistenz gegenüber TNF in der Haut reguliert?
Dr. J Silke (LaTrobe University, Melbourne, Australien), Dr. H. Walczak (Imperial College London), Prof. P. Boukamp (DKFZ Heidelberg); Prof. G. Häcker (Universität Freiburg), Prof. E. Kämpgen (Universität Erlangen)
1. DFG Sachbeihilfe (Normalverfahren) (Projekt Le 953/6-1):
„Die Rolle von A20 und ABIN-1 bei der Regulation TNF-abhängiger Signalwege der Haut“
Fördervolumen: E13, 19000 € jährlich (ges. 232.000 €), Förderdauer: 2010 – 2013 (36 Monate)
2. Wilhelm-Sander-Stiftung (Projekt 2008.0072.1)
„Die Rolle von cFLIP und Todesrezeptor-mediierter Apoptose bei der Progression kutaner Plattenepithelkarzinome des Menschen“
Fördervolumen: TVL-E13, 17500 € jährlich (ges. 140.000 €), Förderdauer: 2010- 2012 (24 Monate)
3. Teilprojekt 13, DFG Forschergruppe 521 (Projekt Le 953/5-1):
„Die Regulation CD95-vermittelter Signalwege in Dendritischen Zellen“
Fördervolumen: BAT V A/B, BAT II A/2; 20000 € jährlich (ges. 265.000 €), Förderdauer: 2008 – 2011 (36 Monate)
4. Stiftung Deutsches Hautforschungszentrum, Forschungsförderpreis
„Die Rolle des TRAIL-R1 bei der Tumorigenese des malignen Melanoms"
Fördervolumen: 20000 €; Förderdauer: 2008-2009
5. Teilprojekt 6, DFG Graduiertenkolleg 1167:
"Aktivierungsmechanismen TRAIL-induzierter nichtapoptotischer Signale in humanen Keratinozyten"
Fördervolumen: BAT II A/2; 7000 € jährlich (ges. 162.000 €), Förderdauer: 2005 – 2010 (54 Monate)
6. Exzellenzprogramm des Landes Sachsen-Anhalt N2 (TP6) Signalübertragende Netzwerke im Immun- und Nervensystem
„Der Einfluss inflammatorischer Caspasen auf Reifung und Effektorfunktion dendritischer Zellen“
Fördervolumen: BAT II A, 15000 € jährlich (ges. 225.000 €)Förderdauer: 2005 - 2009 (54 Monate)
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.
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