Leitung: Prof. Dr. Alexander Marx (Pathologie)
Stellvertretende Leitung: OA PD Dr. Claus-Detlev Klemke (Dermatologie)
Team: Prof. Dr. Philipp Ströbel (Pathologie), Prof. Dr. Sergij Goerdt, FOÄ Dr. Nina Booken, Dr. Cyrill Geraud, Dr. Astrid Schmieder, Dr. Azadeh Orouji (Dermatologie)
Das Pathologische Institut und die Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Mannheim haben zum 01.02.2007 den interdisziplinären Kooperationsbereich Dermatohistologie eingerichtet, um durch die Bündelung der beiderseitigen Expertise die indirekte Krankenversorgung in der Dermatohistologie nachhaltig auf höchstem Qualitätsniveau sicherzustellen. Der Kooperationsbereich Dermatohistologie dient darüber hinaus der Sicherstellung der dermatohistologischen Weiterbildung in der Facharztausbildung im Gebiet „Haut- und Geschlechtskrankheiten“ und im Gebiet „ Pathologie“ sowie der Zusatzweiterbildung „Dermatohistologie“.
Im Kooperationsbereich Dermatohistologie erfolgt die Erstellung der feingeweblichen Befunde gemeinsam durch Pathologen und Dermatologen unter Berücksichtigung aller modernen Anforderungen der feingebeweblichen Diagnostik einschließlich Immunhistologie und Molekularbiologie. Schwerpunkte sind hierbei die lückenlose Schnittrandkontrolle im Rahmen der histographisch kontrollierten Chirurgie von epithelialen Hautkrebserkrankungen (Basalzell-Karcinom, Plattenepithel-Karzinom). Weitere Schwerpunkte sind die Diagnostik aller anderen Hauttumoren (Malignes Melanom, kutane Lymphome, Dermatofibrosarkoma protuberans, kutane Histiozytosen, Adnextumoren und Merkelzell-Karzinomen), für deren Diagnostik ein standardisiertes Vorgehen gemeinsam festgelegt wurde. Die diagnostischen Standards bilden die Grundlage für die dermatohistologische Diagnostik der im Hauttumorzentrum Mannheim behandelten Patienten. Die Diagnostik von Hauttumoren wird durch die histologische Beurteilung von Schildwächter-Lymphknoten überwiegend bei Patienten mit Malignem Melanom und von pathologisch vergrößerten Lymphknoten z.B. bei Patienten mit kutanen Lymphomen vervollständigt. Abgerundet wird die Diagnostik von Hauttumoren durch die Verwendung von molekularbiologischen Methoden (z.B. T-Zell-Rezeptor-Gen-Umlagerung bei kutanen Lymphomen, Abbildung 1).
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Diagnostik der klinisch und feingeweblich äußerst vielgestaltigen entzündlichen Dermatosen, in die zwingend auch die klinisch-differentialdiagnostische Erfahrung einfließen muss.
Der Kooperationsbereich Dermatohistologie führt regelmäßig eine regionale Klinisch-dermato-histologische Konferenz für die in Weiterbildung befindlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pathologischen Instituts, der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie sowie der benachbarten Hautkliniken und der niedergelassenen Dermatologen und Pathologen durch. In den zurückliegenden Jahren wurden die Themen akantholytische Dermatosen und ihre klinischen und histologischen Differentialdiagnosen (Morbus Grover, Morbus Darier, Morbus Hailey-Hailey, Morbus Galli-Galli, Pemphigus-Erkrankungen), ulzeronekrotische Formen der PLEVA, pleomorphe Lymphome der Haut, gut- und bösartige Gefäßtumoren der Haut und melanozytäte Tumoren bearbeitet.
Im Rahmen der Weiterbildung und der Qualitätskontrolle werden jeweils mittwochs um 16:30 Uhr gemeinsam interessante Fälle mikroskopiert und diskutiert.
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.
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