Ambulanz für Allergologie und Berufsdermatologie

Leitung:
Priv.-Doz. Dr. med. Wiebke Ludwig-Peitsch, Oberärztin

Sprechstunde

Die Ambulanz für Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin dient als Anlaufstelle für Patienten mit allergischen Erkrankungen:

Adresse:     Universitätsklinik für Dermatologie, Venerologie
                  und Allergologie
                  Universitätsmedizin Mannheim UMM
                  Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
                  68167 Mannheim
                  Haus 27, Ebene 1
Tel:             0621-383-2420 zur direkten Terminvereinbarung
Zeit:            Täglich von 08:30 bis 11:30 Uhr 

In der Ambulanz für Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin wird in der Regel bei der Erstvorstellung zunächst eine ausführliche Befragung zu Ihrer Krankengeschichte sowie dem Beschwerdebild erhoben. Sehr hilfreich ist es, wenn Sie Vorbefunde, einen evtl. schon vorhandenen Allergiepass sowie eine detaillierte Aufstellung Ihrer Medikamente zur Vorstellung bei uns mitbringen. Basierend auf diesen Informationen wird dann das weitere diagnostische Vorgehen festgelegt. Es kann häufig sein, dass zur umfassenden allergologischen Diagnostik mehrere Vorstellungen notwendig sind. Nach Abschluss der Diagnostik erfolgt ein abschließendes Gespräch zur Beratung und Therapieeinleitung. Je nach Erkrankung und Beschwerdebild kann auch eine stationäre Behandlung erforderlich sein, die wir in der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie anbieten. 

Hintergrundinformationen zum Thema Allergie

Haut und Schleimhäute (Auge, Nase, Atemwege, Mundschleimhaut) sind dem Angriff von Allergenen und Irritantien aus dem privaten und beruflichen Umfeld, aus Innenluft und Außenluft ausgesetzt. Typische Krankheitsbilder, die in der Ambulanz für Allergologie, Berufsdermatologie und Umweltmedizin u.a. abgeklärt und behandelt werden, sind:

Allergische Rhinokonjunktivitis
Allergisches Asthma bronchiale 
Nahrungsmittel- und Zusatzstoffallergien und -Intoleranzen
Bienen- und Wespengiftallergien
Latexallergien
Allergisches Kontaktekzem
Intoleranzen von Körperpflegeprodukten, Zahnmaterial- und Prothesenunverträglichkeiten
Medikamentenunverträglichkeiten (Antibiotika, Heparine, Lokalanästhetika, Schmerzmittel, Kontrastmittel, Impfstoffe)
Urtikaria und Angioödem
Phototoxische/-allergische Reaktionen
Berufsdermatosen 

Die folgenden diagnostischen Methoden kommen zur Anwendung:

Hauttestung (Reibe-, Prick-, Scratch-, Intrakutan- und Epikutantest)
Nasale Provokationstestung
Photopatchtest
Messung der Hautbarriereleistung
Allergiediagnostik im Blut (spezifisches IgE, Basophilendegranulationstest, Mastzell-Tryptase-Bestimmung etc.)
Biomonitoring

Einige der genannten diagnostischen Tests werden durch die Einnahme von anti-allergischen Medikamenten wie z.B. Antihistaminika und Kortison beeinflusst und sollten nach Möglichkeit in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vor der Testung abgesetzt werden. 

Die Therapie umfasst die subkutane und orale spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung), die Lokaltherapie mit verschiedenen Dermatika (Creme, Salben), UV-Therapie oder systemische Pharmakotherapie. Das Vorkommen von Allergenen und die Möglichkeiten der Allergenkarenz und des Hautschutzes werden mit den Patienten besprochen. Ein wichtiges Angebot ist die Beratung zur Säuglings- und Kleinkindernährung für Atopikerfamilien. Provokationstestungen auf Medikamente und Nahrungsmittelzusatzstoffe werden durchgeführt. In der Sprechstunde dieser Ambulanz werden häufig Gutachten erstellt für Berufsgenossenschaften, Gerichte und Träger der Sozialversicherung.

Forschung

Neben der klinischen Versorgung unserer Patienten mit allergischen Erkrankungen betreiben wir auf dem Gebiet der Allergologie auch wissenschaftliche Projekte. Der Schwerpunkt liegt in der patientennahen klinischen Forschung. Aktuell untersuchen wir das klinische Reaktionsspektrum von Medikamentenunverträglichkeiten. Neben dem Schweregrad der Reaktion interessieren uns die Gruppen von auslösenden Medikamenten. Und wir möchten Wege finden, um zwischen allergischen und pseudoallergische Reaktionen zu unterscheiden, oder ob es sich bei den medikamenten-induzierten Hautveränderungen um eine Nebenwirkung des Medikaments handelt.


Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.

Universitätsmedizin Mannheim
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Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
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