Phlebologie

Die Sprechstunde wird von Herrn Prof. Dr. Stefan Schneider geleitet.
Die Sprechstundenzeiten sind dienstags und freitags von 13:30 - 16:00 Uhr.
Die Terminvereinbarung erfolgt über die Anmeldung der Hautambulanz (Tel. 0621/383-2282). 

In der Phlebologischen Sprechstunde werden Patienten mit Venenerkrankungen und deren Folgezuständen behandelt.

Die Hauptkrankheitsbilder sind:  

-  Krampfadern, von den kleinen Besenreisern bis zu Stammvarizen
-  chronisch venöse Insuffizienz
-  Lymphstauungen
-  Beingeschwüre (Ulcus cruris) und chronische Wunden  

Das Untersuchung- und Behandlungsspektrum umfasst:  

- farbcodierte Duplex-Sonographie
- Licht-Reflexions-Rheographie
- (digitale Wunddokumentation)
- intermittierende apparative Lymphdrainage  

Folgende operative Maßnahmen werden durchgeführt:  

- Entfernung von Krampfadern (Stripping nach Babcock und Varianten)
- Laserverödung von Krampfadern (ELVES TM)
- Entfernung von Seitenästen (Miniphlebektomie)
- Besenreiserbehandlung (Sklerosierung, Laserverödung)
- Wundbehandlung (Shave-Therapie, Fasciektomie, Fasciotomie)  

Entfernung von Krampfadern  

Beim klassischen „Stripping“ von Krampfadern werden zunächst die seitlichen Zuflüsse im Mündungsgebiet der Krampfadern verschlossen. Dann wird eine dünne Sonde, an deren Ende eine Halbkugel befestigt ist, in die Krampader eingeführt. Durch Zug an der Sonde wird die Krampfader durch die Halbkugel unter der Haut herausgezogen.  

Diese Verfahren ist vielseitig verwendbar und auch für schwere Kranpfaderleiden geeignet. Die Durchführung erfolgt abhängig von Befund und Patient stationär oder ambulant.
 
Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Rahmen eines Termines.  

Laserverödung von Krampfadern  

Die endoluminale Lasertherapie von Krampfadern ist ein neues Behandlungsverfahren, welches erst seit dem Jahr 2001 am Markt ist. Über eine Hohlnadel wird eine Glasfaser in das Innere der Krampfader plaziert. Die Abgabe der Energie des Diodenlasers (Ceralas, Fa. Biolitec) führt zu einer Schrumpfung und Thrombosierung (Verschluß) der Krampfader von innen her. Größere Schnitte sind nicht erforderlich, das kosmetische Ergebnis ist somit besser und die Arbeitsausfallzeiten sind deutlich kürzer. Die bisherigen Verlaufskontrollen bei behandelten Patienten zeigten ein ungefähr gleiches Langzeitabschneiden zum klassischen Operationsverfahren, wobei hier nur ein Abschnitt von wenigen Jahren betrachtet werden kann, echte Langzeitergebnisse also noch fehlen.  

Das Verfahren ist für Patienten geeignet, bei denen ein Venenstripping geplant ist, die aber die Vorteile des neuen Verfahrens nutzen wollen. Die Behandlung erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung. Im Gegensatz zu den privaten Krankenkassen zahlen die gesetzlichen Versicherungsträger dieses Verfahren nicht, so daß gesetzlich Versicherte mit Kosten von ca. 900.- bis 1.800,- Euro nach der Gebührenordnung für Ärzte rechnen müssen. Seitenäste sind prinzipiell auch mit dem Laser zu behandlen, Die Kosten sind hier stark befundabhängig.  

Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Rahmen eines Termines.

Link:  www.elves4u.de  

Entfernung von Seitenästen  

Seitenäste von Krampfadern können über sogenannte Miniphlebektomien, kleinste Schnitte, über welche die Äderchen gefaßt und herausgezogen werden, entfernt werden. Das kosmetische Ergebnis ist sehr gut. Nach der Operation erfolgt eine Kompressinsbahndlung für ca. 10 - 14 Tage.  

Das Verfahren wird an sichtbaren Seitenast-Krampfadern in örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Kosten werden von privaten und Gesetzlichen Krankenversicherungen getragen.  

Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Rahmen eines Termines.    

Besenreiserbehandlung  

Für die Behandlung von Besenreisern gibt es diverse Behandlungsmethoden. Die wohl bekannteste ist die Verödungstherapie. Hierbei wird ein Medikament in die Besenreiserchen gespritzt, welches zu einer Entzündung und Verklebung der Venenwände führt. Eine Variante ist das Aufschäumen des Medikamentes, wodurch größere Gefäße auch zu versorgen sind und die Menge an benötigtem Medikament reduziert wird. Die besondere Zubereitung des Medikamentes stellt eine Abänderung des zugelassenen Anwendungsverfahrens dar, einen sogenannten Off-Label-Use, über den zusätzlich zu informieren ist.
In unserer Klinik werden Besenreiser auch mit dem Nd:YAG-Laser und mit einer Blitzlampe (Quantum SR) behandelt.
Welches Verfahren für den jeweiligen Patienten in Frage kommt, wird befundabhängig entschieden. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich, um alles Krampfadern erfolgreich zu behandeln.  

Da die Behandlung von Besenreisern als kosmetischer Eingriff gewertet wird, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht. Auch die meisten privaten Versicherer lehnen die Kostenübernahme ab. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte, befundabhängig entstehen Kosten von ca. 50,- bis 300,- Euro.  

Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Rahmen eines Termines.  

Link:  leitlinien.net
AWMF-Leitlinien-Register  Nr. 037/015      

Wundbehandlung  

Die operative Behandlung von chronischen Wunden, speziell Unterschenkelgeschwüren, erfolgt unter speziellen Gesichtspunkten und in enger Einbindung der betroffenen Patienten. Bei der Shave-Therapie werden die oberflächlichen Schichten eines Geschwüres und der umgebenden Haut abgetragen, bis gut durchblutetes Gewebe zutage tritt. Darauf kann eine Hauttransplantation erfolgen.
Eine begrenztere Maßnahme ist die Fasciotomie, also die Spaltung der Muskelfascie unter einem Geschwür, oder aber die Fasciektomie, also die Entfernung der Fascie in einem betroffenen Areal.
Bestimmte operative Maßnahmen wie auch eine Wundanfrischung (Ulcustoilette) können mit einer Vakuumversiegelung kombiniert werden. Hier wird die Wunde mit einer Art Schaumstoff abgedeckt und durch Folien luftdicht versiegelt. Dieses geschlossene System wird an eine Unterdruckquelle angeschlossen. Die Vorteile des Systems sind eine Optimierung der Wundverhältnisse (feucht, warm, Entfernung überschüssigen Sekrets), Keimtrennung von der Außenwelt und Anregung der Gefäßneubildung.  

Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Rahmen eines Termines.  

Link:  www.kci.de/wundversorgung.htm

Apparative intermittierende Kompressionstherapie  

Die apparative intermittierende Kompressionstherapie stellt eine Ergänzung der klassischen Kompressionsverbände und der manuellen Lymphdrainage dar. Die betroffene Extremität wird in eine Manschette gelagert, welche nacheinander verschiedene Kammern mit einem definierten Druck aufpumpt. Hierdurch werden die darunterliegenden Gewebeareale in einem bestimmten Ablaufmuster komprimiert, wodurch auch Drainageeffekte erreicht werden.

 Die Behandlung erfolgt ambulant bzw. ergänzend im stationären Therapiekonzept. Die Behandlung kann durch Verordnung von Heimgeräten nach entsprechender Schulung auch zuhause fortgeführt werden.  

Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Rahmen eines Termines.  

Link:  leitlinien.net
AWMF-Leitlinien-Register  Nr. 037/007
 www.villa-sana.com/villa-sana-med/rahmen.html
 www.nesbitevans.com/default.asp?subsidiary=GER


Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.

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