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Akutgeriatrie

Notwendigkeit einer stationären Behandlung

Die Notwendigkeit einer stationären Behandlung ergibt sich bei älteren, multimorbiden oder geriatrischen Patienten, die eine internistische oder neuropsychiatrische Akuterkrankung erlitten haben, z. B. Infektion der Atmungs-, Verdauungs- oder Harnorgane, Verwirrtheitszustände und Sturzereignisse oder auch Schlaganfälle, Myokardinfarkt und Herzrhythmusstörungen.

Des Weiteren wird ein stationärer Aufenthalt auch bei plötzlichen Verschlechterungen oder Komplikationen bei chronischen Erkrankungen notwendig, z. B. bei Diabetes mellitus, chronischer Lungenerkrankung, Morbus Parkinson oder Demenz.

Polypharmazie und widerstreitende Therapierichtlinien

Aus der Multimorbidität ergeben sich häufig zusätzliche Probleme in der Behandlung, z. B. Polypharmazie (Behandlung mit mehr als fünf Medikamenten gleichzeitig) oder widerstreitende Therapierichtlinien, so dass ein sorgfältiges Abwägen erforderlich wird, welche Therapie angewendet werden kann (Risiko-Nutzen-Bilanz). Viele ältere Patienten sind empfindlicher auf eventuelle Behandlungsrisiken und neigen häufiger zu auftretenden unerwünschten Wirkungen.

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