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Frührehabilitation

Unter frührehabilitativen Gesichtspunkten werden schwer betroffene Patienten nach einem Akutereignis (z. B. Schlaganfall) oder nach Fraktur  (z. B. hüftgelenksnahe Fraktur des Oberschenkels), aber auch Patienten, die im Rahmen einer anderen Akuterkrankung eine längere Bettlägerigkeit erfahren haben, behandelt.

Rehabilitative Maßnahmen einleiten

Längere Bettlägerigkeit kann einen negativen Trainingseffekt bewirken (Deconditioning) und birgt die Gefahr eines bleibenden Verlusts – zumindest von Teilen – der Selbständigkeit und Alltagskompetenz, z. B. bleibende Gangunsicherheit, Unfähigkeit im häuslichen Bereich weiterzuleben. Je eher hier rehabilitative Maßnahmen greifen, desto besser kann dies abgewendet werden.

Alltagskompetenz erlangen

Daher sollte so früh wie möglich bereits im Akutkrankenhaus mit strukturierten Behandlungsmaßnahmen wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie begonnen werden. Ebenso ist eine spezielle pflegerische Unterstützung (aktivierende Pflege) erforderlich, um baldmöglichst wieder Alltagskompetenz zu erlangen.

Rehabilitation in der Klinik

Die Patienten im Frührehabilitationsprogramm sind in der Regel so schwer betroffen, dass sie nicht direkt in eine nachsorgende Rehabilitationsklinik entlassen werden können, sondern aufgrund ihrer schweren funktionellen Defizite bzw. begleitender Akuterkrankungen weiter einer akutstationären Behandlung bedürfen.

Mit der frührehabilitativen strukturierten Behandlung in einem multidimensionalen Therapieansatz wird versucht, die Selbsthilfefähigkeit und Mobilität dieser Patienten zu bessern, und so eine weitere Behandlungsperspektive zu eröffnen.

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