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Leberkrebs

Ein bösartiger Lebertumor kann von den Leberzellen (hepatozelluläres Karzinom (HCC)), den Gallengängen (cholangiozelluläres Karzinom) oder den Blutgefäßen in der Leber (Angiosarkom) ausgehen, man spricht dann hier von den primär bösartigen Lebertumoren. Häufiger findet man in der Leber Metastasen, die sich von einer Krebserkrankung in einem anderen Organ abgesiedelt haben, daher auch die Bezeichnung sekundärer Lebertumor. 

Nach wie vor ist das hepatozelluläre Karzinom (HCC) weltweit die fünfthäufigtse Krebsart. Zumeist beruht diese auf dem Boden einer Schrumpfleber (Leberzirrhose), wobei diese begünstigt wird durch einen chronischen Alkoholmissbrauch oder einer chronischen Virusinfektion (Hepatitis B und Hepatitis C). 

Für das cholangiozelluläre Karzinom (CCC) sind bislang keine Risikofaktoren bekannt. Vinylchlorid und Arsen sind Risikofaktoren für das Angiosarkom der Leber. Im Frühstadium hat der Betroffene zunächst kaum Beschwerden. Das ist meist auch der Grund, warum die meisten Karzinome (HCC) erst spät entdeckt werden. 

Therapie

Neben der Lebertransplantation ist die chirurgische Resektion des Karzinoms nach wie vor Therapie der Wahl. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht möglich. Dann stehen jedoch verschiedene mikroinvasive Verfahren zur Tumortherapie zur Verfügung.

Der Vorteil der mikroinvasiven Tumortherapie ist die bilddatengesteuerte, gezielte Zerstörung des Tumors bei Schonung des umliegenden gesunden Gewebes. Außerdem kommt die minimalinvasive Therapie ohne größeren Hautschnitt aus, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sich hierbei die stationäre Liegezeit auf ein Minimum reduziert.

Als minimalinvasive radiologische Verfahren haben sich bei inoperablen Patienten die Thermoablation, die transarterielle Chemoembolisation (TACE) und die selektive interne Radiotherapie (SIRT) als wirksam erwiesen.

In enger Zusammenarbeit anderen Fachkliniken wird nach Abwägen aller möglichen Therapieverfahren die Wahl auf eine alleinige Therapieoption bzw. eine multimodale Tumortherapie im Sinne einer kombinierten Therapie getroffen.

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