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Was passiert nach der Geburt?

Die betroffenen Kinder müssen intubiert und auf der Intensivstation künstlich beatmet werden. Ist dennoch nur eine schlechte Sauerstoffversorgung im Blut nachweisbar, wird man versuchen, die Kinder über verschiedene spezielle Beatmungstechniken zu stabilisieren. Des Weiteren werden Medikamente zur Kreislaufunterstützung und zur Senkung des Blutdrucks im Lungenkreislauf gegeben.

Lungenersatzverfahren/ECMO

Trotzdem gelingt eine ausreichende Stabilisierung leider nicht immer. Dann kann eine Therapie mit einer künstlichen Lunge notwendig werden (ECMO = extracorporale Membranoxygenierung).

Hierzu wird das Blut des Kindes über eine Kanüle in der rechten Halsvene abgeleitet, in einer speziellen Maschine mit Sauerstoff angereichert und über eine zweite Kanüle in der rechten Halsschlagader wieder in das Kind zurückgeleitet. In dieser Zeit kann sich die eigene Lunge unter einer milden Beatmung entfalten und der Blutdruck im Lungenkreislauf gesenkt werden. Normalerweise dauert eine ECMO-Therapie bis zu zwei Wochen.

Nach der ECMO-Therapie

Wenn die Kinder ausreichend über ihre eigene Lunge beatmet werden können, werden die Kanülen am Hals wieder entfernt. Wir bemühen uns, die Gefäße dann zu rekonstruieren, was aber aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich ist. Insbesondere bei Neugeborenen bilden sich aber rasch Umgehungskreisläufe aus, sodass die Blutversorgung des Gehirns durch die drei anderen großen Schlagadern gewährleistet ist.

Zwerchfellrekonstruktion

Bei stabilen Kindern (etwa zwei Tage nach der Geburt bzw. zwei Tage nach Beendigung der ECMO-Therapie) wird dann die Operation zur Rekonstruktion des Zwerchfells durchgeführt. Nur in Ausnahmefällen führen wir die Operation unter der ECMO-Therapie durch.

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