Sie befinden sich hier

Inhalt

Interview mit Eva Völkl

Physician Assistant-Studentin

Wie hast Du diesen Studiengang entdeckt?

Ich habe eine Krankenpflege-Ausbildung absolviert und danach mehrere Jahre auf einer Intensivstation gearbeitet. Für mich war aber klar, dass ich noch mehr medizinische Kompetenzen erwerben will. Im Dualen Studium zum Physician Assistant erlerne ich parallel das theoretische Rüstzeug und die praktischen Fertigkeiten. Damit kann ich dann nach dem Studium delegierbare Tätigkeiten ausüben, die bisher Ärzten vorbehalten waren.

Was muss man mitbringen?

Interesse an Medizin und Naturwissenschaften. Und natürlich Einfühlungsvermögen für die Patienten. Ein Top-Abitur ist dagegen nicht unbedingt nötig.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft Deines dualen Studiums?

Da fallen mir gleich zwei Wünsche ein: Erstens ist der Beruf Physician Assistant noch ziemlich unbekannt, obwohl man ihn schon an sechs Hochschulen in Deutschland studieren kann und der Studiengang an vier weiteren Hochschulen in Planung ist. Da wünsche ich mir, dass noch mehr Medizininteressierte das spannende Duale Studium für sich entdecken. Und zweitens absolviere ich meine Praxisphasen am Universitätsklinikum Mannheim, muss aber für die Studienphasen an die DHBW Karlsruhe pendeln. Jetzt will auch die DHBW Mannheim das Studium anbieten – das würde mir natürlich viel Fahrtzeit sparen.

Wie sehen die Berufsperspektiven nach dem Studium aus?

Sehr gut. Es gibt deutlich mehr offene Stellen für Physician Assistants als Absolventen. Dabei ist das Berufsfeld sehr vielfältig: Wir können im Klinik-OP genauso arbeiten wie auf Stationen, in Ambulanzen, Medizinischen Versorgungszentren oder Arztpraxen.

Dein Geheimtipp für zukünftige Studenten?

Das Universitätsklinikum Mannheim bietet eine Kombination aus Physician Assistant-Studium an der DHBW Mannheim und einer vorgeschalteten, verkürzten Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten an. So kann man direkt nach dem Abi einsteigen – und zwar ganz ohne Numerus Clausus.

Kontextspalte