Große Auszeichnung: Walter-Benjamin-Stipendium für Dr. Maximilian Möller
Dr. Maximilian Möller aus der Chirurgischen Klinik der UMM erhält ein Walter-Benjamin-Stipendium der DFG für 18 Monate Forschung in Stockholm.
Dr. med. Maximilian Möller, der derzeit eine Rotation im Studienzentrum der Chirurgischen Klinik der UMM absolviert, wurde mit einem Walter-Benjamin-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. In seinem Projekt untersucht er, ob sich anhand von Proteinen im Blut Rückschlüsse auf das Wachstumsverhalten von Lebermetastasen bei Darmkrebs ziehen lassen.
Das Walter-Benjamin-Programm richtet sich an Wissenschaftler:innen in einer frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere und ermöglicht ihnen, ein eigenes Forschungsprojekt an einer Forschungseinrichtung im In- oder Ausland umzusetzen. Für Dr. Möller führt der Forschungsaufenthalt an eine der international führenden medizinischen Universitäten, das Karolinska-Institut in Schweden. Im Rahmen der Förderung wird er dort für 18 Monate forschen.
Biomarker für eine individuellere Therapie
Das Forschungsprojekt trägt den Titel „Serumproteomics zur Identifikation nicht-invasiver Biomarker zur Quantifizierung der Tumorinvasionskapazität bei Patienten mit kolorektalen Lebermetastasen“. Ziel ist es, Biomarker im Blut zu identifizieren, die Hinweise darauf geben, wie aggressiv Lebermetastasen in das umliegende Gewebe einwachsen. Langfristig könnten solche Marker dazu beitragen, die Prognose besser einzuschätzen und Therapien individueller zu planen.
Hintergrund sind zwei unterschiedliche Wachstumsmuster von Lebermetastasen. Bei sogenannten „replacement“-Metastasen wachsen Tumorzellen infiltrativ in das angrenzende Lebergewebe ein. Bei „encapsulated“-Metastasen sind Tumor und Leberzellen dagegen durch eine Gewebeschicht voneinander getrennt. Dieses Wachstumsmuster ist mit einem günstigeren klinischen Verlauf verbunden, lässt sich bislang jedoch erst durch die Untersuchung von Gewebe feststellen.
Vorarbeiten der Arbeitsgruppe von Marco Gerling am Karolinska-Institut weisen darauf hin, dass die aktive Tumorinvasion charakteristische Reaktionen in benachbarten Leberzellen auslöst. Erste Analysen deuten darauf hin, dass diese Veränderungen auch anhand von Proteinen im Blutserum nachweisbar sein könnten. Genau hier setzt das Forschungsprojekt von Dr. Möller an.
Dr. Möller gehört zum Team des Studienzentrums der Chirurgischen Klinik. Die Studienzentrale begleitet an der UMM klinische Forschungsprojekte im Bereich der operativen Medizin und verbindet patientennahe Forschung mit der Weiterentwicklung chirurgischer Behandlungskonzepte.
Weitere Informationen zum Walter-Benjamin-Programm der DFG sowie zur Dissertation von Dr. Maximilian Möller.
Die UMM gratuliert Dr. Maximilian Möller zu dieser Förderung und wünscht ihm für sein Forschungsprojekt am Karolinska-Institut viel Erfolg.