Die Universitätsmedizin Mannheim hat für das Zentrum für Kinderradiologie und pädiatrische Notfalldiagnostik (ZKPN) ein sogenanntes „Minitom“ erhalten. Die Spende von CancelCancer e.V. soll Kindern helfen, sich spielerisch auf MRT-Untersuchungen vorzubereiten. Ziel ist es, ihre Ängste zu lindern und Untersuchungen häufiger ohne Narkose durchführen zu können.
Neues Mini-MRT bereitet Kinder spielerisch auf Untersuchungen vor
Das Minitom ist ein Modell eines MRTs ohne medizinische Funktion, das von Siemens Healthineers entwickelt wurde. Über ein Tablet können Kinder verschiedene Kuscheltiere auswählen, virtuell untersuchen und dabei typische MRT-Geräusche kennenlernen. So werden sie frühzeitig mit dem Ablauf der Untersuchung und dem Behandlungsteam vertraut gemacht.
„Viele Kinder können sich unter einer MRT-Untersuchung zunächst nichts vorstellen. Der Untersuchungsraum, das enge Gerät und die lauten Geräusche machen ihnen Angst“, erklärt Prof. Dr. med. Meike Weis, Leiterin des ZKPN. „Dank der Vorbereitung durch das Minitom können wir Kinder nun vermehrt ohne Narkosen untersuchen. Lag die Sedierungsrate beispielsweise bei 5-jährigen Kindern früher bei 80 bis 90 Prozent, liegt sie nun bei 10 bis 20 Prozent.“
Gerade für Kinder mit schweren Erkrankungen ist dies ein großer Vorteil, da sie häufig untersucht und früher daher häufig sediert werden mussten. Auch organisatorisch erleichtert das Minitom die Vorbereitung: Während das Üben früher nur direkt am großen MRT möglich war und einen freien Untersuchungsbereich erforderte, kann sie nun flexibel und direkt vor Ort stattfinden.
Die Resonanz bei den Kindern und ihren Familien ist positiv. Besonders die interaktive Tablet-Lösung kommt gut an. Viele Kinder verstehen schnell, wie sie die Kuscheltiere „untersuchen“ können – und verlieren dabei ganz nebenbei ihre Berührungsängste mit der späteren MRT-Untersuchung.
Die UMM bedankt sich herzlich bei CancelCancer e.V. für die Spende und die Unterstützung der kindgerechten Patientenversorgung.