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Pressemitteilung

18.12.2018

Aufbau einer neuen Forschungsgruppe zur Multiplen Sklerose an der Neurologischen Klinik der UMM

Förderung von PD Dr. Lucas Schirmer durch das MyLab-Programm der Hertie-Stiftung mit 400.000 Euro ab Januar 2019

Von der Westküste der USA an die Universitätsmedizin Mannheim: Der Neurowissenschaftler PD Dr. Lucas Schirmer ist nach einem gut dreijährigen Forschungsaufenthalt an der University of California in San Francisco zum 1. Oktober 2018 an die Neurologische Klinik der Universitätsmedizin Mannheim gewechselt, um hier eine neue Forschungsgruppe zur Multiplen Sklerose (MS) aufzubauen. Unterstützt wird der 37-jährige Arzt und Wissenschaftler dabei von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, dem größten privaten Förderer der MS-Forschung in Deutschland.

Die strukturelle Förderung im Rahmen des MyLab-Programms ermöglicht es jungen, wissenschaftlich arbeitenden Ärzten, im Sinne eines Clinician Scientist neben der klinischen Tätigkeit mit Patienten eigenständige und hochrangige Forschung auf ihrem Gebiet zu betreiben. Insgesamt 400.000 Euro stellt die Stiftung PD Dr. Schirmer ab Januar 2019 zur Verfügung, damit er eine entsprechende Arbeitsgruppe aufbauen kann. "Mit Privatdozent Dr. Schirmer fördern wir einen herausragenden MS-Forscher, der wichtige, aktuelle Forschungsschwerpunkte abdeckt", freut sich Dr. Eva Koch, Leiterin des MS-Bereichs bei der Hertie-Stiftung. "Es ist wichtig, dass Ärzte neben der klinischen Tätigkeit ihrer Forschung auf hohem Niveau nachgehen können."

Die Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Immunsystem fälschlicherweise körpereigene Strukturen, nämlich die Hüllschicht der Nervenfasern, angreift. Vor allem junge Erwachsene sind betroffen: Die MS ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter.

PD Dr. Schirmer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Grundlagen und Mechanismen der chronischen Entzündung und Nervenzellschädigung bei der Multiplen Sklerose. Um das Fortschreiten der Erkrankung besser zu verstehen, wird seine Arbeitsgruppe ein breites Methodenspektrum nutzen, das sich aus Ansätzen der Systembiologie, experimentellen Modellen und der Humanpathologie zusammensetzt.

Als Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim, die von Professor Dr. Michael Platten geleitet wird, ist PD Dr. Schirmer auch unmittelbar mit der Krankenversorgung von MS-Patienten befasst. "Ich bin glücklich, meine Arbeit als Arzt am Patienten mit der Forschung verbinden zu können, nicht zuletzt auch durch die Unterstützung der Hertie-Stiftung. Das Wechselspiel zwischen Patientenversorgung und Forschung ist nicht nur extrem spannend, es ist auch zielführend, weil Erkenntnisse aus der klinischen Praxis direkt in wissenschaftliche Ansätze übertragen werden können", so Schirmer.

Lucas Schirmer hat in Göttingen Humanmedizin studiert. Seine Facharztausbildung zum Neurologen absolvierte er am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, bevor er Anfang 2015 an die University of California nach San Francisco wechselte. Nun setzt er ab sofort seine Expertise als Arzt und Wissenschaftler an der Universitätsmedizin Mannheim ein, zum Nutzen der Patienten, die an einer Multiplen Sklerose leiden.

Über die Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus stehen dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen.

PD Dr. Lucas Schirmer

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181219_pm-emw_MS-Forschung-Schirmer-Hertie-Stiftung.pdf

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