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Gemeinsame Entwicklung im Blick

Auch in Zeiten außerordentlicher Herausforderungen treibt der Verwaltungsrat der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) die gemeinsame Weiterentwicklung des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät voran. Seine Mitglieder erläutern die Entwicklungen im Berichtszeitraum und in Zeiten der Corona-Pandemie in Forschung, akademischer Ausbildung und medizinischer Versorgung.

Verwaltungsrat der Universitätsmedizin Mannheim
Verwaltungsrat der Universitätsmedizin Mannheim (v. l. n. r.): Professor Dr. med. Hans- Jürgen Hennes (Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor Universitätsklinikum), Professor Dr. med. Michael Neumaier (Prodekan), Professor Dr. med. Sergij Goerdt (Dekan Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg) und Freddy Bergmann (Geschäftsführer Universitätsklinikum)

Wie lief das Jahr 2019 für die Medizinische Fakultät?

Professor Goerdt: Da können wir sehr zufrieden sein. Die Forschung hat sich weiterhin sehr positiv entwickelt. Das spiegeln die im Vergleich zum Vorjahr um fast 2,3 Mio. Euro gestiegenen Drittmitteleinnahmen wider. Und wir konnten in jedem unserer vier Forschungsschwerpunkte mindestens ein wichtiges öffentliches Förderinstrument entweder neu einwerben oder verstetigen. Die institutionelle Weiterentwicklung der Forschung durch struktur- und proÔ lschärfende Zentren zu unseren vier Forschungsschwerpunkten haben wir 2019 mit der Gründung des Mannheimer Institut für intelligente Systeme in der Medizin (MIiSM) und des Mannheimer Zentrum für Translationale Neurowissenschaften (MCTN) nahezu abschließen können. Auch das Mannheim Cancer Center (MCC) ist inzwischen gegründet. Mit dem Mannheimer Institut für Angeborene Immunologie (MI3) kam außerdem ein Querschnittsinstitut hinzu.

Wie stark hat Corona die Medizinische Fakultät beeinträchtigt?

Professor Neumaier: In der Forschung hat die Ausnahmesituation durch Corona zu Einbrüchen insbesondere in der Laborforschung geführt. Die UMM ist aber auch mit fünf Kooperationsprojekten, die verschiedenste Aspekte der Pandemie erforschen, Partner im BMBF-geför derten nationalen Forschungsnetz COVID-19 der Universitätsmedizin. In der Lehre mussten am 13. März von heute auf morgen viele Präsenzveranstaltungen eingestellt werden. In einem beispiellosen Kraftakt ist es den Dozenten, dem eLearning-Team und dem Studien dekanat aber gelungen, Vorlesungen, Seminare und sogar verschiedene Praktika auf digitale Formate umzustellen, sodass kaum Unterricht ausfallen musste.

Sie haben ein integriertes Entwicklungskonzept für die UMM vorgestellt.

Ist das in Corona-Zeiten noch aktuell?

Professor Hennes: Die Corona-Pandemie ist eine enorme Herausforderung. Wir haben sie bisher gut überstanden, indem wir gemeinsam mit den anderen Mannheimer Krankenhäusern Õ exibel auf die ständig veränderten Anforderungen reagiert haben. Kurzfristig geht es jetzt darum, in der neuen Normalität mit Corona unsere Leistungen wieder komplett anzubieten und gleichzeitig auf einen Ausbruch mit vielen Schwerkranken vorbereitet zu sein. Unser Medizinkonzept 2025 steht dagegen für die langfristig erfolgreiche Positionierung der UMM: Wir haben sieben Versorgungsschwerpunkte in hochrelevanten Medizinbereichen deÔ niert, die eng mit den Forschungsschwerpunkten der Fakultät verzahnt sind. So wollen wir unseren Patienten neueste Forschungsergebnisse schnell zugänglich machen. Besonders gut sichtbar wird das beim geplanten DKFZ- Hector Krebs institut, das die Hector Stiftung mit 25 Mio. Euro unterstützt.

Bergmann: Im Fokus unseres Medizinkonzepts steht der Versorgungsauftrag. So unterscheiden wir uns von anderen Universitätsklinika, die sich teilweise nur auf hochspezialisierte Medizin konzentrieren. Zum Beispiel haben wir die Notfallversorgung neu aufgestellt, die für die Daseinsvorsorge besonders wichtig ist. In unserem Integrierten Notfallzentrum kooperiert die Zentrale Notaufnahme eng mit einer MVZ-Notfall praxis und dem Bereitschaftsdienst der Kassenärzte. Dort stehen zwei moderne Schockräume mit direkt angrenzendem Notfall-CT und eine Zentrale Aufnahmestation für überwachungspÕ ichtige Patienten bereit. So können wir Notfallpatienten je nach Schwere ihrer Erkrankung optimal behandeln.

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