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Zerebrale Ischämie im 9.4 Tesla Hochfeld-MRT

A – T1 gewichtete coronale Darstellung murinen Hirngewebes im 9.4T MRT mit hyperintensem Ischämiesignal im rechten A. cerebri media (MCA = mittlere cerebrale Hirnarterie) Stromgebiet (Pfeil) B – Korrespondierende diffusionsgewichtete Darstellung mit hypointensem Ischämiesignal C – Coronale Darstellung der Diffusion von Natrium-Ionen (rotes Signal) in murinem Hirngewebe im 9.4T MRT mit Ischämie im rechten MCA Stromgebiet (Pfeil) D – Zerebrale MR-Angiographie zeigt einen Verschluss der MCA in der rechten Hirnhemisphäre (Pfeile)

Im Rahmen unserer experimentellen Forschungsarbeiten zur Verbesserung der Akuttherapie beim Schlaganfall verwenden wir neben histologischen Analyseverfahren auch das Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) um die Pathologien des Schlaganfalls in vivo darzustellen. Hierbei kommt ein 9,4 Tesla Hochfeld-MRT zur Anwendung, welches speziell auf Kleintiere ausgerichtet ist.

Bei der MRT-Untersuchung wird die Sensitivität des MRT durch die verwendung einer sogenannten Kryospule um den Faktor 2,5 erhöht. Hierdurch sind zwei- oder dreidimensionale Bilder möglich, welche trotz der winzigen Gewebegröße des Maus- und Rattengehirns eine der klinisch humanen Situation gleichwertige und in manchen Belangen sogar überlegene Darstellung zeigen. Neben seriellen in vivo Untersuchungen der Hirnschädigung sowie MR-Angiographien werden unsere Analysen in Kooperation mit dem Institut für Computerunterstützte Klinische Medizin (CKM, Lehrstuhl Prof. Dr. L. R. Schad) um Natrium-MRT-Sequenzen ergänzt. Die Messung der Diffusionsrichtung von Natrium-Ionen im Gehirn erlaubt hierbei die funktionelle Darstellung des vom Infarkt betroffenen Gebietes. Im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren, deren Messungen sich auf Wasser beziehen, erlaubt die Darstellung von Natrium eine stärkere funktionelle Analyse der pathophysiologischen Hirnprozesse.

Publikationen

  • Characterization of a new model of thromboembolic stroke in C57 black/6J mice. Ansar S, Chatzikonstantinou E, Wistuba-Schier A, Mirau-Weber S, Fatar M, Hennerici MG, Meairs S. Transl Stroke Res. 2014 Aug;5(4):526-33. doi: 10.1007/s12975-013-0315-9. Epub 2013 Dec 19. PubMed PMID: 24347404; PubMed Central PMCID: PMC4092233.
  • Chlorine and sodium chemical shift imaging during acute stroke in a rat model at 9.4 Tesla. Baier S, Krämer P, Grudzenski S, Fatar M, Kirsch S, Schad LR. MAGMA. 2014 Feb;27(1):71-9. doi: 10.1007/s10334-013-0398-z. Epub 2013 Aug 10. PubMed PMID: 23934160.
  • Thromboembolic stroke in C57BL/6 mice monitored by 9.4 T MRI using a 1H cryo probe. Langhauser FL, Heiler PM, Grudzenski S, Lemke A, Alonso A, Schad LR, Hennerici MG, Meairs S, Fatar M. Exp Transl Stroke Med. 2012 Sep 12;4(1):18.doi: 10.1186/2040-7378-4-18. PubMed PMID: 22967955; PubMed Central PMCID: PMC3514176.
  • Chemical shift sodium imaging in a mouse model of thromboembolic stroke at 9.4 T. Heiler PM, Langhauser FL, Wetterling F, Ansar S, Grudzenski S, Konstandin S, Fatar M, Meairs S, Schad LR. J Magn Reson Imaging. 2011 Oct;34(4):935-40. doi:10.1002/jmri.22700. Epub 2011 Jul 18. PubMed PMID: 21769985.

Kontextspalte

Ansprechpartner

Marc Fatar

Prof. Dr. med. Marc Fatar

Leitender Oberarzt

Angelika Alonso

Prof. Dr. med. Angelika Alonso

Oberärztin

Grudzenski-Theis, Saskia

Dr. rer. nat. Saskia Grudzenski-Theis

Wissenschaftliche Mitarbeiterin