Der/die medizinisch-technische Assistent/in (Labor) arbeitet überwiegend im Bereich der medizinischen Diagnostik (Krankheitserkennung) und Therapie (Krankheitsbehandlung). Damit gehört der/die MTA (Labor) zu den medizinischen Fachpersonen, die in die Patientenversorgung eingebunden sind. MTAs arbeiten in verschiedenen Labors und erstellen nach ärztlicher Anordnung aus Körperflüssigkeiten, Ausscheidungen und Gewebe eigenverantwortlich und selbständig Untersuchungsergebnisse.
Die Untersuchungen werden mit Hilfe von vielfältigen manuellen Analysentechniken und zum Teil aufwändigen Methoden an modernen Messgeräten und Großgeräten durchgeführt. Die Labortechniken erfordern von den MTAs gleichbleibende Sorgfalt und technisches Verständnis sowie das dazu benötigte naturwissenschaftliche Hintergrundwissen, um Fehler zu erkennen, neue Methoden anzuwenden, Konzentrationen zu berechnen und vieles andere mehr.
Der/die medizinisch-technische Assistent/in (Labor) arbeitet in vier grossen Fachgebieten
Bestimmung von Enzymen, Proteinen, Substraten, Metaboliten, Hormonen und Medikamenten aus Körperflüssigkeiten wie Blutserum, Liquor (Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit), Urin oder Magensaft.
Verarbeitung von Gewebeproben oder Organen zu hauchdünnen Gewebeschnitten im Rahmen der Krebsdiagnostik. Verschiedene Färbemethoden stellen die Gewebsstrukturen unter dem Mikroskop kontrastreich dar. Mit speziellen histochemischen Nachweismethoden lassen sich biochemische Aktivitäten in Zellen mikroskopisch sichtbar machen.
Die MTA-Schule Labor verfügt über 100 Ausbildungsplätze in drei Kursen. Die Ausbildung beginnt am 1. Oktober, dauert drei Jahre und wird mit einer staatlichen Prüfung unter Vorsitz des Regierungspräsidiums Karlsruhe abgeschlossen.
Ausbildungsgebühren werden zurzeit nicht erhoben.
Nach erfolgreichem Abschluss finden MTAs vielseitige Möglichkeiten in
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung tragen Sie die Berufsbezeichnung medizinisch-technische Assistentin (Labor) bzw. medizinisch-technischer Assistent (Labor).
Darüber hinaus stehen Ihnen nach zweijähriger Berufspraxis folgende Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten offen
Inhaltlich verantwortlich gemäß § 6 MDStV ist der/die jeweilige Direktor/in bzw. Leiter/in der Einrichtung.
Universitätsmedizin Mannheim
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