Sie befinden sich hier

Inhalt

Strahleninduzierte Sarkome verstehen – Therapien verbessern

Forschung für seltene Krebserkrankungen

Was ist ein strahleninduziertes Sarkom (RIS)?

Strahlentherapie ist eine der wichtigsten Säulen der Krebsbehandlung. In sehr seltenen Fällen (ca. 1:1000) kann sie jedoch Jahre später zu einem neuen Tumor führen: einem strahleninduzierten Sarkom (RIS).

TTRIS-CSI erforscht die Ursachen von Sarkomen nach Strahlentherapie.

TTRIS-CSI steht für Radiation-Induced Sarcomas in Cancer Survivors.

Gemeinsam mit über 200 Krebsüberlebenden untersuchen wir, warum nach einer erfolgreichen Strahlentherapie in seltenen Fällen Sarkome entstehen und wie wir das in Zukunft verhindern können.

Unser Ziel

Personalisierte Vorsorge und optimierte Therapien für Betroffene.

mehr erfahren
 

Warum braucht es ein bundesweites Forschungsprojekt?

Strahleninduzierte Sarkome sind selten, aggressiv und bislang unzureichend verstanden. Einzelne Zentren sehen nur wenige Fälle. Belastbare Aussagen entstehen nur durch strukturierte, bundesweite Datenerhebung.

Welche Fragen untersucht TTRIS-CSI?

Unser bundesweites Forschungsprojekt untersucht einige Fragen erstmals systematisch:

Welche genetischen Faktoren erhöhen das Risiko?
Welche Rolle spielt die Strahlendosis und -technik?
Wie können wir RIS früher erkennen und besser behandeln?

Für wen ist die Studie?

Auch wenn Sie aktuell in Nachsorge sind oder Ihr Sarkom bereits behandelt wurde: Ihre Teilnahme ist wertvoll für die Forschung.

Frühere Krebserkrankung mit Strahlentherapie.
Diagnose eines Sarkoms im bestrahlten Bereich.
Bereitschaft zur Blut-/Gewebeentnahme.

Wichtig

Die Ergebnisse dienen der Entscheidungsunterstützung, nicht der Therapieübernahme.

Was Patient:innen konkret erhalten

Patient:innen, die an TTRIS-CSI teilnehmen und Proben/Daten zur Verfügung stellen, erhalten – falls klinisch relevant – folgende Rückmeldungen/Angebote:

  1. Molekulare Charakterisierung des Tumors (Multi-Omics)
  2. Diskussion der Ergebnisse im interdisziplinären molekularen Tumorboard
  3. Hinweise auf zielgerichtete Therapieoptionen, Studien oder Off-Label-Optionen
  4. Bei Verdacht auf genetische Prädisposition: Vermittlung humangenetischer Beratung

Wie läuft die Studie ab?

6 Forschungsschwerpunkte – ein Ziel

Wir bringen Patient:innen, Ärzt:innen und Forschung zusammen.

AP1 – Awareness & Rekrutierung

Leitung: Melissa Harbrücker

  • Aufbau bundesweites Netzwerk mit Sarkom- und Brustzentren

AP2 – Molekularbiologie

Leitung: Stefan Fröhling

  • Genom-Sequenzierung, RNA-Analyse, Epigenetik via MASTER-Plattform

AP3 – Humangenetik

Leitung: Steffen Hirsch

  • Entwicklung eines RIS-Risikomodells

  • Familiäre Veranlagung und polygenetische Risikoscores

AP4 – Strahlentherapie

Leitung: Maximilian Deng & Siyer Roohani

  • Analyse von Bestrahlungsplänen und Dosisverteilung

AP5 – Epidemiologie

Leitung: Sylke Zeißig

  • Auswertung deutscher Krebsregister

AP6 – Psychoonkologie

Leitung: Katrin Scharpf & Michele Wessa

  • Befragungen, Interviews, Entwicklung von Informationsmaterialien

Informationen für Betroffene

Sie sind betroffen oder haben Fragen? Die Deutsche Sarkom-Stiftung berät Sie unabhängig und kostenlos:

Web: www.sarkome.de

Telefon: 0700 4884 0700*

*max. 14 Cent/Min Festnetzpreis, gegebenenfalls abweichende Mobilfunktarife

Unsere Expertise

Spitzenforschung im Verbund: TTRIS-CSI vereint führende Expert:innen aus Chirurgie, Onkologie, Strahlenmedizin, Humangenetik, Epidemiologie und Psychoonkologie – koordiniert über das One NCT-Netzwerk.

mehr erfahren

Gefördert von

Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Projektpartner

Deutsches Krebsforschungszentrum

Deutsche Sarkomstiftung

Zentralinstitut für seelische Gesundheit

Universität Heidelberg

Chirurgische Klinik der UMM

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf

Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Krebsinformationsdienst