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Lenalidomid

Bei Lenalidomid handelt es sich um einen Abkömmling von Thalidomid. Lenalidomid ist hoch effektiv in der Behandlung von Patienten, die eine  Deletion auf dem langen Arm von Chromosom fünf aufweisen. Patienten, bei denen eine solche Veränderung nachweisbar ist, sprechen in bis zu 75 Prozent der Fälle auf eine Therapie mit Lenalidomid an. Es kommt zu einem Anstieg des Hämoglobins und ca. 67 Prozent der Patienten werden transfusionsfrei.

Verabreichung & Nebenwirkungen

Lenalidomid wird in Tablettenform eingenommen, die Startdosis beträgt üblicherweise zehn Milligramm. Wie bei der Therapie mit 5-Azacytidin kommt es auch bei der Therapie mit Lenalidomid zu einem Abfall der Leukozyten- und vor allem der Thrombozytenwerte, die häufig zu einer Therapiepause oder einer Dosisreduktion führen können.

Das heißt jedoch nicht, dass durch die Dosisreduktion auch ein Wirkungsverlust in Kauf genommen wird. Vielmehr scheint es so zu sein, dass ein Abfall der Thrombozytenwerte auf ein Ansprechen auf die Therapie hindeutet. Im Gegensatz zu der „Muttersubstanz” Thalidomid tritt Müdigkeit bei Lenalidomid deutlich seltener auf, bzw. ist deutlich geringer ausgeprägt. Lenalidomid ist in der EU – im Gegensatz zu den USA – noch nicht für die Therapie bei MDS zugelassen.

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MDS-Exzellenzzentrum

III. Medizinische Klinik
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