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Transarterielle Chemoembolisation (TACE)

Was ist eine TACE?

Die Transarterielle Chemoembolisation (TACE) ist ein minimalinvasives radiologisch-interventionelles Verfahren zur Behandlung von Patienten mit einem primären Leberkrebs (Hepatozelluläres Karzinom, HCC), die nicht für eine Lebertransplantation oder Operation geeignet sind.

Grundlage der TACE ist die besondere Blutversorgung des HCC, die zu fast 80 Prozent über die Leberschlagader (Arteria hepatica) erfolgt. Im Gegensatz dazu wird normales Lebergewebe zu ca. 75 Prozent über die Pfortader und zu nur 25 Prozent über die Arteria hepatica versorgt. Der Zugang erfolgt über die Leiste. Anschließend wird die Leberschlagader mit einem Katheter sondiert und der Tumor verödet.

Wie funktioniert eine TACE?

Zum Einsatz kommt ein Gemisch aus Partikeln, die den Blutstrom im Tumor reduzieren, in Verbindung mit einem Chemotherapeutikum. Die portal-venöse Leberdurchblutung wird durch TACE nicht negativ beeinflusst. Um einen optimalen therapeutischen Effekt zu erreichen, sind in der Regel mehrere TACE- Interventionen im Abstand von drei bis sechs Wochen erforderlich.

Kontextspalte

Angiogramm mit stark durchblutetem Tumor (Pfeile)
Angiogramm mit stark durchblutetem Tumor (Pfeile)

Angiogramm nach TACE mit verödetem Tumor
Angiogramm nach TACE mit verödetem Tumor