Sie befinden sich hier

Inhalt

Reduktionsdefekte

Zusammengefasst handelt es sich hierbei um mehr oder weniger stark ausgeprägte Unterentwicklungen. Diese Fehlbildungen können nur einzelne Finger, die Hand, den Unterarm oder auch den Oberarm und die Schulter betreffen.

Symbrachydaktylie

Symbrachydaktylie

Der am häufigsten vorkommende Reduktionsdefekt ist die „Symbrachydaktylie”. Das Wort stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Zusammengewachsene kurze Finger”.

Diese Form der Handfehlbildung kommt in unterschiedlich stark ausgeprägten Formen vor und kann von einer bloßen und nur sehr diskreten Verkürzung der Finger bis zu einem vollständigen Fehlen des gesamten Armes (Peromele Form) reichen.

Dementsprechend ist die mögliche Behandlung sehr vielfältig und reicht vom Nichtstun über aufwändige rekonstruktive Operationen bis zur Anpassung einer myoelektrischen Prothese.

Speichenseitige Reduktionsdefekte

(Radiale Klumphand)

Speichenseitiger Reduktionsdefekt

Weitere Reduktionsdefekte sind die speichenseitigen Reduktionsdefekte, welche nicht selten im Rahmen zum Teil komplexer Fehlbildungssyndrome (z. B. Holt-Oram-Syndrom, VACTERL-Assoziation) vorkommen.

Sie werden also häufig von weiteren Fehlbildungen des Herzens, des Magen-Darm-Trakts, des Urogenitalsystems, des respiratorischen Systems oder der Wirbelsäule begleitet.

Sie reichen von leichten Daumenunterentwicklungen bis zu schweren speichenseitigen Klumphänden mit vollständig fehlendem Daumen. Die Behandlung ist sehr vielfältig und reicht auch hier vom Nichtstun bis zu aufwändigen Handgelenksaufrichtungen mit äußeren Spannern, Daumenersatzbildungen und Unterarmbegradigungen bzw. Knochenverlängerungen.

Ulnar longitudinale Reduktionsdefekte

(Ellenseitige Unterentwicklungen)

Die ellenseitigen Unterentwicklungen kommen insgesamt deutlich seltener vor, als die beiden oben genannten Formen. Entweder ist nur die Hand betroffen; in diesem Fall fehlen ein oder mehrere Finger und es können an den verbleibenden Fingern zahlreiche Fehlbildungen wie Syndaktylien, Wachstumstörungen oder Doppelungen auftreten.

Im anderen Fall ist der gesamte Arm betroffen; hier ist die Elle entweder unterentwickelt oder fehlt gänzlich. Das Ellenbogengelenk weist dann typischerweise eine angeborene Gelenksteife auf (Ankylose oder radiohumerale Synostose).

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Fehlbildung. Typisch sind Fingertrennungen, Achskorrekturen der Finger, Ellenverlängerungen oder Achskorrekturen des Ellenbogengelenks.

Hand- und Fußchirurgie

Dr. med. Daniel Svoboda
Dr. med. Susanne Deeg
Montag 09:00 - 15:00 Uhr
Freitag 09:00 - 13:00 Uhr

Kontextspalte


Ärztliche Leitung

Dr. med. Daniel Svoboda

Leitender Oberarzt