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Translationale Forschung in der Anästhesiologie und Intensivversorgung

Ein interdisziplinäres Team zur Erforschung der Reaktion des Körpers auf schwere Krankheit und der derzeitigen Versorgungspraxis in der Intensivmedizin

Organversagen als Folge einer Sepsis ist die Haupttodesursache auf der Intensivstation. Protokollbasierte frühe und zielorientierte Therapie (Early Goal-Directed Therapy) sowie zeitgerechte und adäquate Antibiotikatherapie sind die wirksamsten Maßnahmen, Überleben zu sichern. Angesichts der zunehmenden Resistenzentwicklung leistet aber auch der Verzicht auf Antibiotika, wenn keine bakterielle Infektion vorliegt, einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Wirksamkeit dieser „Wunderwaffe“. Die frühe und verlässliche Diagnose einer Sepsis bei Intensivpatienten als Basis für diese wichtige Behandlungsentscheidung stellt jedoch auch heute noch eine der großen medizinischen Herausforderungen dar.

Unser Team nutzt epidemiologische und biostatistische Methoden, um ein besseres Verständnis vom Krankheitsverlauf bei Intensivpatienten mit systemischer Entzündung, Sepsis und Organversagen zu gewinnen. Diese Arbeit soll zur frühzeitigen Identifizierung geeigneter Patientenkollektive für zukünftige klinische Studien auf der Intensivstation beitragen und damit die Aussagekraft und allgemeine Anwendbarkeit der Studienergebnisse steigern. Dabei untersuchen wir physiologische und biochemische Krankheitsmarker.


Zum Artikel "Rechnen rettet Leben"
Quelle: Apotheken Umschau, Juli 2016, Seite 68-69.

Apotheken Umschau: Rechnen rettet Leben

Sepsis: Eine Blutvergiftung ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.
Ein Forscherteam will jetzt ein Frühwarnsystem entwickeln.

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