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Informationen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2)

Liebe Kinder und Jugendliche, liebe Eltern!

Wir möchten euch/Ihnen als betreuende Kinderklinik in Mannheim unterstützend mit Informationen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) zur Seite stehen. Die nachfolgenden Informationen beziehen sich alle auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) und nicht auf bereits bekannte Coronaviren, die häufig bei Atemwegsinfektionen nachgewiesen werden können, aber keine schwerwiegenden Krankheitsverläufe verursachen.

Nachfolgend haben wir folgende Informationen zusammengestellt:

Krankheitsschwere bei Kindern und Jugendlichen

Erfreulicherweise scheinen Kinder und Jugendliche nach bisherigen Erkenntnissen weniger schwer zu erkranken als Erwachsene. Viele Kinder und Jugendliche zeigen keine oder deutlich mildere Symptome als Erwachsene. Dennoch können sie die Infektion wahrscheinlich genauso weiterverbreiten, also andere Personen anstecken.

Besonderheiten für Kinder mit chronischen Erkrankungen

Bisher gibt es erfreulicherweise keine Hinweise darauf, dass chronische Grunderkrankungen bei Kindern und Jugendlichen ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Verlauf einer Infektion durch das neuartige Coronavirus darstellen. Dies bestätigen auch Berichte unserer Kollegen aus Ländern mit höheren Erkrankungsfällen. Vom Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es jedoch altersunabhängig definierte Risikogruppen für einen möglicherweise zu erwartenden schwereren Krankheitsverlauf. Auch wenn keine Hinweise zu schwereren Erkrankungsverläufen bei Kindern und Jugendlichen vorliegen, sind wir dennoch entsprechend vorsichtig und aufmerksam.

Für Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung gilt zunächst generell, dass eine medikamentöse Dauertherapie unverändert und ununterbrochen fortgeführt werden sollte. Bitte kein eigenmächtiges Absetzen ohne ärztliche Rücksprache!

Die Fachgesellschaften haben hierzu jeweils Empfehlungen und Informationen herausgegeben (nachfolgend exemplarisch einige Beispiele):

Allgemeine Verhaltensmaßnahmen

Trotz der zunächst erfreulichen Nachricht, dass Kinder und Jugendliche von einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nur wenig beeinträchtigt zu sein scheinen und auch Kinder mit chronischen Erkrankungen wenig gefährdet zu sein scheinen, sollten Sie und Ihre Kinder auf jeden Fall die allgemein empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen beachten, um eine mögliche Ansteckung anderer zu vermeiden:

  • Bleiben Sie möglichst zu Hause und sehen Sie von Reisen ab (gefährden Sie nicht Ihre Eltern /die Großeltern durch gutgemeinte Besuche)
  • Halten Sie Abstand (mind. 1,5 Meter) und vermeiden Sie Menschenansammlungen – Kinder und Jugendliche, die keinen Abstand zu anderen halten können oder wollen, sollten zu Hause bleiben
  • Achten Sie auf hygienische Maßnahmen und Verhaltensregeln aller Haushaltsmitglieder
  • Verzichten Sie auf engen Kontakt mit anderen Menschen (keine Begrüßungsrituale wie Händeschütteln, Umarmen etc.)
  • Husten/ Niesen Sie in die Ellenbeuge, fassen Sie sich nicht ins Gesicht
  • Denken Sie an regelmäßiges, gründliches Händewaschen mit Seife

Weitere Informationen hierzu finden Sie beispielsweise auf der Seite der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZGA).

Auch unabhängig von der aktuellen Situation sollten Sie aktives und passives Rauchen vermeiden – Sie gefährden sich und ihre Kinder!

Achten Sie in Ihrer Familie auf ein friedvolles und fürsorgliches Miteinander. Ein ausschließliches Betreuen zu Hause kann sowohl für Eltern als auch für Kinder belastend sein. Hilfreiche Informationen hierzu finden Sie u.a. auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums.

Maßnahmen der UMM-Kinderklinik

Auch wir im Krankenhaus treffen besondere Sicherheitsvorkehrungen, um Sie und Ihr Kind bestmöglich und sicher versorgen zu können. So wurden beispielsweise zunächst alle geplanten stationären Termine abgesagt bzw. verschoben, sofern das medizinisch vertretbar war. Auch die Termine in unseren Spezialambulanzen wurden bisher konsequent abgesagt, um einer möglichen Verbreitung des Virus entgegenzuwirken.

Nach erneuter Beurteilung der aktuellen Lage (Stand 20.04.2020) nehmen wir unsere Sprechstunden in den Spezialambulanzen in einem der Situation angepassten Umfang und unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsmaßnahmen (räumlicher und zeitlicher Abstand, Verwenden von Schutzmasken) wieder auf.

Hierzu bitten wir Sie, über Ihren betreuenden Kinderarzt Kontakt aufzunehmen (Überweisung in eine Spezialambulanz).

  • Pneumologische Ambulanz
  • Gastroenterologische Ambulanz
  • Neuropädiatrische Ambulanz (EEG-Diagnostik)
  • Endokrinologische/ Diabetes-Ambulanz
  • Hämatologische/ Rheumatologische Ambulanz

Bei Rückfragen, die nicht über Ihren Kinderarzt geklärt werden können, können Sie sich natürlich gerne an uns wenden.

Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, ist es notwendig vorausschauend ein „volles Wartezimmer“ zu vermeiden. Daher bitten wir um Ihr Verständnis, dass ggfs. Termine abgesagt bzw. verschoben werden müssen (Gewährleistung des räumlichen und zeitlichen Abstands von Kindern).

Wir werden Sie selbstverständlich zeitnah informieren und einen Alternativtermin vereinbaren. In diesem Zusammenhang weisen wir auch darauf hin, dass nur eine Begleitperson erlaubt ist (sowohl bei ambulanten Termine als auch bei stationären Aufenthalten) und, dass keine Besuche durch andere Personen gestattet sind. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bei Fragen zur Akutversorgung und zur Durchführung von Abstrichen am Universitätsklinikum Mannheim im Rahmen der aktuellen Coronavirus-Pandemie verweisen wir auf unsere UMM-Webseite.

Wir wünschen wir Ihnen und Ihren Familie weiterhin alles Gute!
Achten Sie aufeinander und bleiben Sie gesund!

Ihr Team der Kinderklinik Mannheim

Weiterführende Informationen

Linksammlung zu seriösen Informationen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2):

Bundesweite Informationen zum Coronavirus können sie hier finden:

Lokale Informationen für Mannheim und Umgebung:

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