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Pressemitteilung

Digitale Innovationen im Gesundheitswesen

Staatssekretärin Dr. Ute Leidig besucht die Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW), um sich zu Rahmenbedingungen und Hürden bei der Implementierung von Innovationen im Gesundheitswesen auszutauschen

Beim Besuch der Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg, vor dem neuen Innovationsgebäude Cubex One im Mannheim Medical Technology Campus (vlnr): Hanna Schuck, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, Dr. Susanne Aschhoff, Abgeordnete der Fraktion Grüne, Wahlkreis Mannheim I, Stellvertretende AK Vorsitzende Wissenschaft Forschung und Kunst, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg und Prof. Dr. Oliver G. Opitz, Leiter der KTBW.

Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, hat im Rahmen ihrer Sommertour am 27. Juli die Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg (KTBW) in Mannheim besucht. Mit dem Leiter der KTBW, Professor Dr. Oliver G. Opitz, tauschte sie sich dabei zu Rahmenbedingungen und Hürden bei der Implementierung digitaler Innovationen im Gesundheitswesen aus.

Das Gesundheitswesen steht vor immensen Herausforderungen. Vielerorts entstehen Versorgungsengpässe, etwa durch den zunehmenden Hausärztemangel, nicht nur im ländlichen Raum, und durch einen Fachkräftemangel insgesamt in diesem Bereich. Der demographische Wandel bei Versorgern wie Patienten verschärft das Problem zusätzlich, denn die Anzahl komplexer chronischer Erkrankungen nimmt mit zunehmendem Alter der Bevölkerung stetig zu und verteuert die Versorgung kontinuierlich. Dies alles erschwert die Umsetzung einer patientenzentrierten und wohnortnahen Versorgung in hoher Qualität und wirft immer wieder Fragen nach der zukünftigen Finanzierung des Gesundheitswesens auf.

„Die Potenziale der Digitalisierung, sinnvoll genutzt, können helfen, diese Herausforderungen zu meistern und die Gesundheitsversorgung der Menschen zukünftig sogar zu verbessern“, sagt Professor Opitz anlässlich des Besuchs der Staatssekretärin Dr. Leidig. „Unser Ziel muss es sein, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Rahmenbedingungen gemeinsam so zu gestalten, dass ein digital gestütztes, innovatives, sektorenübergreifendes und dem Menschen zugewandtes Gesundheitssystem möglich ist“, ergänzt Staatssekretärin Dr. Leidig.

Die COVID-19 Pandemie hat eindrücklich gezeigt, welchen Wert digitale Innovationen und Telemedizin haben können, um Prozesse im Gesundheitswesen für alle Beteiligten so effizient und vor allem so sicher wie möglich zu gestalten. Solche digitalen Innovationen müssen nun systemisch evaluiert und nachhaltig im Gesundheitssystem implementiert werden.

Die Potenziale des Gesundheitsstandorts Baden-Württemberg im Bereich der Entwicklung digitaler Gesundheitsinnovationen sind enorm. Sie zu nutzen und strukturiert in eine Wertschöpfungskette einzubringen – von der frühen Entwicklung bis zur Implementierung in die Versorgungslandschaft – ist ein dringendes Anliegen der KTBW. Neue digitale Lösungen in der Gesundheitsversorgung können beispielsweise für die Erfassung von Long-COVID-Verläufen genutzt werden. Sie können aber auch in der Zeit nach der Pandemie einer umfassenden Gesundheitsversorgung dienen.

Die Akzeptanz digitaler Lösungen nimmt zu. Sie sollte durch eine strukturierte Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz in allen gesellschaftlichen Bereichen weiter gefestigt werden. Dabei kann es nicht das Ziel sein, den persönlichen Kontakt und die Empathie der Arzt-Patienten-Beziehung ersetzen zu wollen, sondern diese vielmehr zu unterstützen.

Die Koordinierungsstelle Telemedizin Baden-Württemberg ist eine an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg angesiedelte agile Innovations- und Implementierungseinheit, die die beiden Themenbereiche digitale Gesundheitsinnovationen und digitale Gesundheitskompetenz in mehreren Projekten adressiert: etwa im Bereich der digitalen medizinischen Begleitung von COVID-19 Patienten. Die Projekte werden zum Teil im Rahmen des Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert.

Die KTBW fungiert als Katalysator für digitale Innovationen und innovative Versorgungskonzepte. Ziel ist es, die Effizienz der Wertschöpfungskette im Gesundheitssektor zu verbessern, neue Prozesse, Versorgungsformen und Lösungen unter intelligenter Nutzung von Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen und in die Anwendung und Regelversorgung zu überführen.

Die KTBW verfügt dabei über ein ausgeprägtes Netzwerkdenken, bindet alle Beteiligten im Gesundheitswesen frühzeitig ein, stärkt gleichzeitig ihre Digitalkompetenz und adressiert offen und transparent Themen wie Datenschutz und Datensicherheit, um Gesundheitsinnovationen für alle Bürger*innen in Baden-Württemberg zugänglich und greifbar zu machen.

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