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Pressemitteilung

Hirntumoren noch effizienter bestrahlen

Mit dem „Gamma Knife“ können Strahlentherapeuten der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) Patienten mit Tumoren oder Metastasen im Hirn sehr präzise, effektiv und schonend behandeln. Dieses ‚Strahlenmesser‘ hat jetzt eine neue ‚Klinge‘ aus Kobalt-60-Elementen bekommen. Dadurch und mit einer neuen Software erhalten Patienten jetzt eine noch schnellere und effizientere Bestrahlung.

Das Gamma Knife kombiniert die radioaktive Strahlung aus 192 einzelnen Kobalt-60-Elementen. Sie werden millimeter-genau ausgerichtet, sodass sich ihre Wirkung im Krebsgewebe bündelt. „Das ergibt eine höchst effektive Bestrahlung, während gleichzeitig das gesunde Gewebe rund um den Tumor bestmöglich geschont wird“, erläutert Dr. med. Michael Ehmann, kommissarischer Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der UMM. Die Universitätsmedizin Mannheim ist das einzige spezialisierte Fachzentrum in Baden-Württemberg, das seinen Patienten diese hochmoderne Krebsbehandlung anbietet.

 

Großer Aufwand für strahlende Fracht
Weil die Kobalt-Strahlungsquellen im Lauf der Zeit an Kraft verlieren, wurden sie jetzt nach rund 5 Jahren erstmals erneuert – mit beträchtlichem logistischem Aufwand. Die Beladung des Gamma Knifes erfolgte zum Beispiel mit einer 11 Tonnen schweren Ladeeinheit. Drei Schwerlast-LKW und ein Kran waren erforderlich, um die Fracht sicher zu transportieren.

 

Neue Software optimiert Planung
Dieser Aufwand hat sich gelohnt: Durch die neuen Strahlungsquellen können Patienten der UMM jetzt in deutlich kürzerer Zeit bestrahlt werden. Zusätzlich optimiert wird die Bestrahlung am Gamma Knife durch eine neue Software, die das Team der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie seit kurzem einsetzt: Leksell Gamma Knife® Lightning erlaubt es, die Bestrahlungsplanung deutlich effizienter umzusetzen und dabei noch besser individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abzustimmen.

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