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Notaufnahme


Die Zahl der Notfallvorstellungen in deutschen Krankenhäusern hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Notfälle machen über die Hälfte aller vollstationären Aufnahmen in Universitätsklinika aus, damit haben Notaufnahmen auch über die eigentliche Notfallversorgung hinaus hohe medizinische und ökonomische Relevanz. Insbesondere die Neurologie hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung als Notfallfach gewonnen und repräsentiert neben Innerer Medizin und Chirurgie die drittgrößte Disziplin im Notfallsektor. Von den ca. 50.000 PatientInnen, die pro Jahr in der Zentralen Notaufnahme der Universitätsmedizin Mannheim behandelt werden, machen PatientInnen mit neurologischen Beschwerden mit derzeit ca. 15% einen wesentlichen Anteil aus. Daher sind ÄrztInnen und Ärzte der Neurologischen Klinik fest in ein interdisziplinäres Team zur Notfallversorgung integriert. Mit CT und MRT stehen rund um die Uhr wesentliche bildgebende Verfahren zur Verfügung, damit im Bedarfsfall PatientInnen jederzeit eine angemessen-informative und zielführende Diagnostik erhalten. In den letzten Jahren hat insbesondere die Akutbehandlung des Schlaganfalls durch die Etablierung endovaskulärer Therapien eine wesentliche Bereicherung erfahren, die aber auch mit höherer Komplexität in der Entscheidungsfindung für die im Einzelfall geeignete Therapieform einhergeht. Dadurch gewinnt neurologische Erfahrung und Expertise in der Notfallsituation immer mehr an Stellenwert.

Vor dem Hintergrund einer integrativen Notfallversorgung arbeiten wir zudem eng mit niedergelassenen BehandlerInnen zusammen, um einerseits eine rasche Evaluation von PatientInnen, die die Ressourcen der Notaufnahme benötigen, zu ermöglichen, andererseits aber für diejenigen PatientInnen, für die eine vorrangig ambulante Behandlung angebracht ist, eine adäquate Versorgung zu garantieren.

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