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Patient:innen mit urologischen Problemen oder angeborenen urologischen Fehlbildungen

Eine erweiterte urologische Abklärung benötigen Patienten, die sich einer Nierentransplantation unterziehen und Probleme bzw. Krankheitsbilder aus dem urologischen Formenkreis aufweisen. Dies ist von Bedeutung, da eine Fehlfunktion des Urogenitaltrakts potentiell negative Konsequenzen auf den postoperativen Verlauf nach der Nierentransplantation haben kann.

Beispielsweise können wiederkehrenden Infektionen oder ein chronischer Harnaufstau auftreten, was die langfristige Funktion der Transplantatniere nachhaltig und unwiderruflich verschlechtern kann. Grundlegend müssen Patienten aktiv eingebunden werden, um den Urogenitaltrakt für die Transplantation vorzubereiten und physiologische Verhältnisse, so gut es geht, herbeizuführen (z.B. durch Selbstkatheterismus oder eine medikamentöse Therapie).

Eine urologische Abklärung sollte daher bei der folgenden Patientengruppe durchgeführt werden:

  • Wiederkehrende Harnwegsinfektionen
  • (Wiederkehrende) Harnsteinleiden (Uro – oder Nephrolithiasis)
  • Neurogen bedingte oder anderweitige Blasenentleerungsstörungen
  • Benignes Prostatasyndrom (insbesondere mit hohen Restharnmengen)
  • Angeborene oder erworbene (z.B. durch eine Operation) anatomische Abweichungen des Harntraktes
  • Vorliegen oder vorangegangene urologische Krebserkrankung
  • Vorangegangene Therapie mit Cyclophosphamid

Transplantation bei Patienten mit veränderter Harnableitung

Am Transplantationszentrum Mannheim haben wir auch Erfahrung mit der Transplantation bei Patienten mit veränderter Harnableitung wie beispielsweise Patienten mit einer Ersatzblase ("Neoblase") oder mit einem Pouch.

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Pressemeldung

09.08.2023

Nierentransplantation nach dem Prinzip „Alt für Alt“

Aktuelle Studie zeigt: HLA-Typisierung mit Matching für DR bei Eurotransplant-Senior Patienten führt zu einer Verlängerung des Patienten- und Transplantatüberlebens

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