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Lebendnierentransplantation

Die Lebendnierentransplantation ermöglicht eine planbare Transplantation ohne unbestimmte Wartezeit. In Deutschland stammt inzwischen rund ein Drittel der transplantierten Nieren aus einer Lebendspende.

Eine Lebendspende kann dann erwogen werden, wenn eine nahestehende Person bereit ist, eine Niere zu spenden, und sowohl spendende als auch empfangende Person die medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Voraussetzungen erfüllen.

Was wird geprüft

  • Gesundheitszustand der spendenden Person und Ausschluss relevanter Risiken
  • Blutgruppe, Gewebemerkmale und immunologische Verträglichkeit
  • Psychologisches Gespräch zur Motivation und Freiwilligkeit

Vorteile der Lebendspende

  • Planbare Durchführung und häufig kürzere Wartezeit
  • Oft sehr gute Organqualität und kurze Ischämiezeit
  • Bei geeigneter Konstellation ist eine Transplantation auch vor Einleitung einer Dialysetherapie möglich (sog. präemptive Nierentransplantation)

ABO-inkompatible Lebendnierentransplantation

Auch wenn Spenderin/Spender und Empfängerin/Empfänger unterschiedliche Blutgruppen haben, kann eine Lebendnierentransplantation in spezialisierten Zentren dennoch erfolgen. Bei dieser sogenannten ABO-inkompatiblen Lebendnierentransplantation erfolgt eine erweiterte immunologische Vorbereitung, damit die Transplantation sicher durchgeführt werden kann. Dieses Verfahren erweitert den Kreis möglicher Spenderinnen und Spender erheblich und ist heute in erfahrenen Zentren etabliert.

Sicherheit und Verantwortung

Der Schutz der spendenden Person hat für uns immer höchste Priorität. Eine Lebendspende wird nur durchgeführt, wenn die medizinische Abklärung sie für die spendende Person als vertretbar und für die empfangende Person als sinnvoll bewertet.

Telefon 0621/383-2404

Telefax 0621/383-1929

Haus 11, Ebene 1, Zimmer 15 (Sekretariat)