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Peritonealdialyse

Bei der Peritonealdialyse PD [Peritoneum (Bauchfell) von griech. Peritonaion = "das Ausgespannte"] wird über einen Kunststoffschlauch, einem sogenannten PD-Katheter, Dialyselösung in den Bauchraum geleitet.
Die Wände der Bauchhöhle sind mit einer Membran ausgekleidet, dem Peritoneum, über welche harnpflichtige Substanzen und Flüssigkeit aus dem Blut in die Dialyselösung gelangen können.

Die zu entfernenden Giftstoffe und die Flüssigkeit, die über die eigenen Nieren nicht ausgeschieden werden kann, werden mit Hilfe der Dialyselösung, die Zucker enthält, durch das Peritoneum in die Bauchhöhle gezogen.
Giftstoffe und dem Körper entzogene Flüssigkeit sammeln sich in der Bauchhöhle und verlassen den Körper wieder über den PD-Katheter beim Auslaufenlassen der Dialyselösung und werden verworfen.

Dialysetechnik zur Peritonealdialyse

Die Durchführung des Auslaufs und des Einlaufs der Dialyselösung (meist 2 Liter) wird Wechsel genannt und dauert etwa 30 bis 40 Minuten.
Der Zeitabschnitt, in dem die Lösung im Bauch ist, wird die Verweilzeit genannt.
Ein typischer Behandlungsplan sieht vier Wechsel pro Tag, mit einer jeweiligen Verweilzeit von vier bis sechs Stunden, vor.

Verschiedene Formen der PD haben unterschiedliche zeitliche Abläufe des täglichen Flüssigkeitsaustausches.

Die wichtigste Form der PD, die Kontinuierliche Ambulante Peritonealdialyse CAPD (continuous ambulatory peritoneal dialysis), benötigt keine Maschine.
Wie das Wort ambulant andeutet, kann man sich mit der Dialyselösung im Bauch frei bewegen.
Eine weitere Form der PD ist die CCPD (continuous cycler-assisted peritoneal dialysis), die eine Maschine benötigt, die Cycler genannt wird. Der Cycler füllt und entleert automatisch die Bauchhöhle mit Dialyselösung, für gewöhnlich während der Nacht beim Schlafen.
Die CCPD wird häufig auch Automatische Peritonealdialyse APD genannt.

Die Schulung für diese Behandlung findet in unserer Klinik statt. Unser Schulungsteam setzt sich aus Pflegekräften zusammen, die ebenfalls die pflegerische Betreuung und Beratung in unserer CAPD-Ambulanz durchführen.

Kontextspalte

darüber hinaus kann über die Dialysestation im Notfall Hilfe geleistet werden.

Zu den Stationen


50 Jahre Erfahrung

Flyer 50 Jahre Dialyse Uniklinik Mannheim

Das Dialysezentrum an der UMM kann mittlerweile auf 50 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Seit der ersten Dialyse im Jahr 1967 wurden die Verfahren kontinuierlich weiterentwickelt, sodass man nun auf 50 Jahre Erfahrung zurückgreifen kann.