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Internationales Austauschprogramm gestartet

Im Rahmen des ERASMUS+-Programms haben die ersten beiden Pflege-Azubis der UMM Akademie ihr internationales Austauschprogramm in Wien aufgenommen.

Am Ende der vergangenen Woche traten Viola Jung und Patrick Mogos, Auszubildende an der Berufsfachschule für Pflege im dritten Lehrjahr, die Reise nach Wien an. Seit Montag (7. Juli 2025) haben die Nachwuchskräfte im Rahmen der internationalen Kooperation ihr einmonatiges Praktikum am dortigen St. Josef Krankenhaus aufgenommen. 

Die 25 Jahre alte Viola Jung wird in der onkologischen Station eingesetzt. Sie ist gespannt auf die Abläufe in Österreich und erhofft sich, mehr über Krankheitsbilder zu erfahren. “Ich bin sehr dankbar, dass es jetzt auch in der Ausbildung möglich ist, Auslandserfahrung zu sammeln. Ich freue mich total, etwas Neues kennenzulernen und meine Komfortzone zu verlassen. Natürlich bin ich auch etwas aufgeregt und gespannt, was auf mich zukommt. Aber ich habe vor allem richtig Lust auf die Stadt Wien und die Möglichkeit, etwas anderes zu sehen”, so Viola Jung im Vorfeld. 

Für den 23 Jahre alten Patrick Mogos geht es ab Montag in der Anästhesiepflege des Krankenhauses ans Eingemachte. “Ich liebe es, zu reisen und neue Erfahrungen zu sammeln. Deswegen war ich direkt Feuer und Flamme, als ich von dem Angebot hörte. Ich kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Ich freue mich vor allem darauf, die Unterschiede im Gesundheitssystem, zum Beispiel die ungewohnte Arbeitszeitregelung, kennenzulernen. In Österreich arbeiten Pflegekräfte in einer 12-Stunden-Schicht, dafür nur an drei bis vier Tagen in der Woche. Ich möchte aber auch wissen, wie es ist, in Wien zu leben und die Stadt nicht nur als Tourist kennenzulernen”, erklärt Patrick Mogos. 

Die Auszubildenden werden am St. Josef Krankenhaus gezielt in Zeiträumen eingesetzt, in denen keine lokalen Auszubildenden vor Ort sind. Dadurch ist eine intensive Betreuung und praktische Erfahrung in den spezialisierten Bereichen möglich. Die Praxisanleitung erfolgt durch erfahrene Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sowie durch eine freigestellte Praxispädagogin.

“Es ist schön zu sehen, dass sich die Mühen im Vorfeld jetzt für unsere ersten beiden Auszubildenden auszahlen. Für uns ist das ein wichtiger Schritt zur weiteren Internationalisierung der Akademie, was uns als Ausbildungsbetrieb attraktiver macht. Langfristig erhoffen wir uns von dem Programm, die Qualität der Ausbildung und die Zufriedenheit der Auszubildenden nachhaltig zu steigern. Wir wünschen unseren Auszubildenden am St. Josef Krankenhaus spannende und lehrreiche Einblicke in die Arbeitsabläufe, aber gleichzeitig auch eine schöne Zeit in der faszinierenden Stadt Wien”, gibt Akademiedirektor Prof. Dr. Marcus Hoffmann mit auf den Weg. 

Das St. Josef Krankenhaus Wien ist eine moderne und innovative Einrichtung, spezialisiert auf Geburtshilfe, Neonatologie und Onkologie. Mit über 4.000 Geburten pro Jahr ist es die größte Geburtsklinik Österreichs. Die hohe fachliche Spezialisierung, die interprofessionelle Zusammenarbeit – unter anderem durch Tumorboards – sowie der gezielte Einsatz spezialisierter Pflegekräfte wie Advanced Practice Nurses und Cancer Nurses zeichnen das Haus besonders aus.

Im Jahr 2025 sind insgesamt vier Berufspraktika für Auszubildende in Wien angesetzt. Im Jahr 2026 soll die Zahl der Berufspraktika auf mindestens acht steigen, zudem sind zwei Job-Shadowings für Lehrpersonal vorgesehen. Die genauen Termine und Orte stehen noch nicht fest. Die Suche nach weiteren Partner:innen für künftige Kooperationen im Ausland läuft zeitgleich weiter. 

Erasmus+ ist ein Bildungsprogramm der Europäischen Union zur Förderung des Lernens und Zusammenarbeitens in Europa. Durch die Akkreditierung der UMM Akademie im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist es möglich, Fördermittel für die internationale Zusammenarbeit zu beantragen. Die Teilnehmenden erhalten Zuschüsse zu Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten. 

Der im Jahr 2023 eingereichte Akkreditierungsantrag der UMM Akademie wurde im Jahr 2024 bewilligt. Seither läuft die Suche nach Kooperationspartnern im Ausland sowie die Vorbereitungen für die ersten Berufspraktika, die ab jetzt schließlich gelebte Realität werden. 

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