Prävention und Gesundheitsförderung sind derzeit im Fokus der Debatten rund um das Thema Gesundheit – auch angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir in Deutschland stehen. Der kürzlich erschiene Public Health Index (AOK, DKFZ) stellt jedoch klar heraus: Gute Präventionspolitik auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse kann die Gesundheit der Menschen in Deutschland erheblich stärken!
Das Land Baden-Württemberg setzt nun ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung evidenzbasierter Prävention im Gesundheitsbereich: Das seit 2021 bestehende Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg (KNPM-BW) wird mit rund zwei Millionen Euro für weitere zwei Jahre durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert. Im KNPM haben sich die fünf Medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg zusammengeschlossen und forschen gemeinsam zu Themen der Prävention und Gesundheitsförderung. Ziel des Netzwerkes ist es, die Gesundheit der Menschen in Baden-Württemberg zu erhalten und zu verbessern – auf der Basis vernetzter/anwendungsorientierter Präventionsforschung.
Netzwerksprecher Prof. Dr. Falko Sniehotta von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg zur Weiterförderung: „Die weitere Finanzierung unseres Netzwerkes durch das Ministerium ist ein starkes Signal für Prävention als Zukunftssektor in Baden-Württemberg. Sie ermöglicht es uns, bereits aufgebaute Strukturen zu sichern und zu vertiefen, die Arbeit des KNPM fortzuführen und wissenschaftliche Evidenz in Prävention, Gesundheitsförderung und Versorgung im Land zu gewährleisten. So können wir translationale Spitzenforschung für ein resilientes Baden-Württemberg konsequent vorantreiben.“
In der letzten Förderphase (2023-2025) haben die Wissenschaftler:innen im KNPM in unterschiedlichen Projekten daran gearbeitet, breite Netzwerke zu Akteuren im Bereich Prävention in Baden-Württemberg aufzubauen. Die Kooperation mit Partner:innen weit über die Universitätsmedizin hinausgehend ist Grundlage dafür, evidenzbasierte Prävention als Status quo in Baden-Württemberg zu etablieren. In den nächsten zwei Jahren wird ein Schwerpunkt im KNPM auf der Entwicklung, Implementierung und Evaluation evidenzbasierter Interventionen liegen.
Das Kompetenznetzwerk Präventivmedizin Baden-Württemberg
Im Kompetenznetzwerk Präventivmedizin (KNPM) haben sich die fünf Medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Durch seine standort- und fachübergreifende Infrastruktur verfügt das Netzwerk über umfangreiche Expertise in den Bereichen der Prävention und Gesundheitsförderung. So können eine Vielzahl relevanter Interventionen und Präventionsmaßnahmen bearbeitet und belastbare wissenschaftliche Ergebnisse zu deren Wirksamkeit generiert werden. Zudem unterstützt das Netzwerk Akteur:innen in der Politik und im Gesundheitswesen bei der Entscheidungsfindung und stärkt damit zugleich den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg.
Zur Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-foerdert-praeventionsnetzwerk-mit-rund-zwei-millionen-euro