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Kollagenosen

Kollagenosen sind eine Gruppe entzündlicher Erkrankungen des Bindegewebes, bei deren Entstehung fehlgeleitete Reaktionen des Abwehrsystems gegen körpereigene Strukturen (sogenannte Autoimmunreaktionen) eine wesentliche Rolle spielen.
Da Bindegewebsfasern in praktisch allen Geweben des Körpers vorkommen, manifestieren sich Kollagenosen nicht nur am Bewegungsapparat (Gelenke, Sehnen, Muskeln) und der Haut, sondern häufig auch an den inneren Organen (z.B. Nieren, Lunge) mit drohendem Funktionsverlust.

Verschiedene Krankheitsbilder lassen sich anhand der jeweils typischen Beschwerden und des (Organ-)Befallsmusters unterscheiden wie Systemischer Lupus erythematodes (SLE), Sklerodermie und deren limitierten Variante eines CREST-Syndroms, weiterhin Polymyositis und Dermatomyositis, Sjögren-Syndrom und Mischkollagenose (Sharp-Syndrom) sowie undifferenzierte Kollagenosen, bei denen eine eindeutige Zuordnung nicht möglich ist.

Die mitunter schwierige Einordnung und Behandlung von Patienten mit Kollagenosen insbesondere mit Nierenbeteiligung ist ein Schwerpunkt der V. Medizinischen Klinik.

An erster Stelle steht hier die Betreuung von Patient(inn)en mit Systemischem Lupus erythematodes, der neben Gelenkentzündungen, Hauterscheinungen in der Mehrheit der Fälle die Nieren angreift, aber auch das Sjögren-Syndrom mit Befall von Speicheldrüsen und Lymphknoten sowie die verschiedenen Formen der Sklerodermie mit dem Leitsymptom einer Verhärtung von Haut und inneren Organen.

Die Ärzte der V. Medizinischen Klinik verfolgen zur Sicherstellung einer optimalen und individualisierten Behandlungsqualität für Patienten mit diesen rheumatologischen Systemerkrankungen seit vielen Jahren ein interdisziplinäres Diagnostik- und Behandlungskonzept in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Radiologen, Orthopäden, Haut-, Lungen-, Magen-Darm- und Herzspezialisten der Universitätsmedizin Mannheim.

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