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Parasiten-Zwilling

TRAP / Acranius acardius

Eineiige Zwillinge teilen sich einen Mutterkuchen (Plazenta). In seltenen Fällen kann eines der Kinder in einer noch frühen Entwicklungsphase so schwer erkranken, dass sich Herz und Gehirn nicht weiterentwickeln und alle anderen Organe ebenfalls fehlerhaft angelegt werden. Während der Schwangerschaft wird dieser erkrankte Zwilling von seinem Geschwister über den gemeinsamen Mutterkuchen ernährt, wäre aber nach der Entbindung nicht alleine überlebensfähig. In etwa der Hälfte der Fälle wächst der erkrankte Zwilling so stark, dass das Kreislaufsystem des bis dahin gesunden zweiten Kindes überlastet wird – was zum Tod oder einer Hirnschädigung führen kann.

Um diese Gefahr zu verringern, kann die Nabelschnur des erkrankten Fetus am DZFT während der Schwangerschaft durch einen minimal-invasiven Eingriff verschlossen werden, um Ihr gesundes Kind zu retten. Bei der am wenigsten invasiven Variante – der Radiofrequenzablation – wird der Eingriff mit einer Nadel durchgeführt, die einen Außendurchmesser von unter 1,5 mm hat. Dieser Eingriff, für den nur eine lokale Betäubung der mütterlichen Bauchwand nötig ist, wurde am DZFT in Deutschland eingeführt.

Kontakt

Bei Fragen zur minimal-invasiven vorgeburtlichen Behandlung von Zwillingserkrankungen kontaktieren Sie uns bitte montags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr unter 0175/597-1213. Falls wir Ihren Anruf nicht persönlich entgegen nehmen können, hinterlassen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter, damit wir Sie zurückrufen können oder senden Sie uns eine E-Mail an thomas.kohl@remove-this.umm.de.

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Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Thomas Kohl

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Kohl

Leiter DZFT

Minimal-invasive Fetalchirurgie

Non-invasive Sauerstofftherapie

Beratung zu vorgeburtlichen Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten

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