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Adipositas und Diabetes bekämpfen

Krankhaftes Übergewicht hat viele Ursachen – das Zentrum zur Behandlung von Adipositas und Diabetes an der UMM versorgt seine Patienten daher mit einem multimodalen Konzept.

PD Dr. med. Mirko Otto mit ehemaliger Patientin
PD Dr. med. Mirko Otto mit seiner ehemaligen Patientin Marion Rung-Friebe, die die Adipositas-Selbsthilfegruppe an der UMM leitet.

Adipositas beeinträchtigt die Lebensqualität, begünstigt Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen oder Herz- KreislaufErkrankungen und verringert so die Lebenserwartung. „Die Gesundheitsrisiken lassen sich nur mit einer dauerhaften Gewichtsabnahme verringern“, weiß der Leiter des Zentrums, PD Dr. med. Mirko Otto. „Dazu nutzen wir ein multimodales Konzept, das Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie kombiniert.“ Erst wenn nach einem halben Jahr kein Erfolg eintritt, kommt eine Operation in Betracht – die dann auch von den Krankenkassen übernommen wird.

Referenzzentrum

Die Operateure der UMM haben große Erfahrung in den modernsten Verfahren zur Gewichtsreduktion: Magenband oder -ballon, Schlauchmagen und verschiedenartige Magenbypässe gehören zu ihrem regelmäßigen OP-Repertoire. Mit dem roboter-assistierten DaVinci-Verfahren können sie selbst komplexe Eingriffe schonend minimal-invasiv durchführen. Auch darum wurde das Zentrum 2019 von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Referenzzentrum für Adipositas- und Metabolische Chirurgie ausgezeichnet.

Begleiterkrankungen gehen zurück

„Für viele Patienten beginnt nach der OP ein völlig neues Leben“, berichtet Otto. „Die meisten verlieren schnell und dauerhaft ihr Übergewicht – und vor allem verringern sich die Begleiterkrankungen meist erheblich.“ So bessert sich der häuÔ ge Diabetes Mellitus Typ 2 oft schon nach wenigen Wochen, die Schlafapnoe geht sogar bei über 85 Prozent der zuvor erkrankten Patienten zurück.

Das Zentrum zieht immer mehr Patienten an: Im vergangenen Jahr hat das Team operativ über 200 stark Übergewichtige behandelt, fünf Jahre zuvor waren es erst 80. „Unsere Patienten empfehlen uns im Freundes- und Verwandtenkreis weiter“, berichtet Otto. „Das liegt sicher auch daran, dass wir unsere Patienten auch nach ihrer Operation mit einem individuellen Nachsorgekonzept betreuen.“

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