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Osteoporose

Osteoporose ist eine systemische Erkrankung des Skeletts, welche zu einer Verringerung des Knochensalzgehalts und somit zu einer Schwächung des Knochens führt. Bagatellverletzungen (z. B. Sturz auf das Gesäß oder Verhebetraumata) führen dann aufgrund der verminderten Stabilität des Wirbelkörpers zu einem Versagen der Integrität und Einbruch der Grund- oder Deckplatte. Wenn ein oder mehrere Knochenbrüche aufgrund der Osteoporose auftreten, spricht man von einer manifesten Osteoporose. Bevor es zu Knochenbrüchen kommt, zeigt die Osteoporose keine Symptome.

Konservative Therapie

„Einfache” Wirbelkörperbrüche können meist konservativ durch eine zielgerichtete Schmerztherapie behandelt werden. Zudem werden in regelmäßigen Abständen Röntgenkontrollaufnahmen durchgeführt, um frühzeitig eine Deformierung der Wirbelsäule zu erkennen und den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren.

Bei einer Osteoporose wird zusätzlich eine medikamentöse Therapie eingeleitet. Die Behandlung mit einem Korsett ist nur in speziellen Fällen notwendig.

Operative Therapie

Wenn es durch die konservative Therapie zu keiner ausreichenden Beschwerdebesserung oder sogar zu einer Verschlechterung kommt, kann auch bei einfachen, stabilen Bruchformen eine Operation notwendig werden.

Zur Behandlung osteoporotischer Wirbelbrüche eignet sich die Kyphoplastie.

Da es sich bei osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen im Regelfall um sogenannte „stabile Brüche” handelt, ist es nicht notwendig über ein Schrauben-Stab-System den betroffenen Wirbelsäulenabschnitt zusätzlich zu stabilisieren.

Kontextspalte


Ärztliche Leitung

Dr. med. Frederic Bludau


Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und
Unfallchirurgie

Spezielle Unfallchirurgie
Stellvertretender D-Arzt

frederic.bludau@remove-this.umm.de