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Rheumatoide Arthritis (RA)

(oder chro­nische Polyarthritis)

Die Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Autoimmunkrankheit, die etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung betrifft. Hierbei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Mit steigendem Alter kann die Erkrankung bis zu drei Prozent betragen. 

Aufgrund einer Entzündung im Gelenk wird dieses in seiner Funktion gestört und es kommt – insbesondere an den Händen – zur Einsteifung und Deformität. Wird die Rheumatoide Arthritis frühzeitig erkannt, kann sie oft abgewendet werden.

Symptome

  • Überwärmung,
  • Schwellung und Rötung,
  • Gelenkschmerzen,
  • Morgensteifigkeit (die länger als 30 Minuten andauert),
  • Funktionsminderung sowie
  • nächtliche Beschwerdearmut

Polyarthritis der Wirbelsäule

Sind mehrere Gelenke gleichzeitig betroffen, so spricht man von einer Poly- (viel) arthritis. Neben den Händen kann auch die Wirbelsäule betroffen sein. Symptome sind hier Hinterkopf- bzw. Nackenschmerzen, da insbesondere der erste und zweite Halswirbel erkrankt sind.

Der erste Wirbelkörper ist ringförmig aufgebaut und steht mit dem zweiten Halswirbelkörper durch einen Zahn (Dens) an seinem Innenseiten-Vorderrand in Verbindung. Dieses Gelenk ist durch eine Vielzahl von Bändern gesichert, um Verschiebungen gegeneinander zu verhindern – so wird das in der Nähe befindliche Rückenmark geschützt.

Kommt es nun aufgrund der Entzündung zu einer Zerstörung des Gelenks, so kann sich der Dens gegen das Rückenmark verschieben und zu spezifischen Ausfallerscheinungen führen (Gangunsicherheiten, Störung der Handfeinmotorik, Kraftminderungen, krankhafte Reflexe).

Im weiteren Verlauf kann die Instabilität einen Druck auf die gehirnzuführenden Gefäße zulassen und somit zu Übelkeit, Schwindel und Schluckstörungen führen. Auch Atem- und Querschnittlähmungen können eine Folge der Instabilität sein.

Diagnostik

Sollten im Anfangsstadium der Erkrankung Symptome auftreten, so kann das Ausmaß der Schädigung durch ein Röntgenbild in Kopfbeugung oder mittels CT/MRT festgestellt werden.

Operative Therapie

Je nach Verlauf kann ein konservatives Vorgehen zu einer Verbesserung der Beschwerden führen. Wenn jedoch die Schmerzsymptomatik trotz Therapie zunimmt, neurologische Ausfälle auftreten oder sich in der Bildgebung eine Reaktion des Rückenmarks (Myelopathie) nachweisen lässt, empfiehlt sich eine Operation.

Hierbei wird versucht, die „natürliche” Stellung beider Halswirbelkörper zueinander durch eine versteifende Operation wieder herzustellen.

Kontextspalte


Ärztliche Leitung

Dr. med. Frederic Bludau


Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und
Unfallchirurgie

Spezielle Unfallchirurgie
Stellvertretender D-Arzt

frederic.bludau@remove-this.umm.de