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Delirprävention und Behandlung in der Akutgeriatrie

Ein akuter Verwirrtheitszustand oder Delir ist eine häufige und ernst zu nehmende Komplikation in der Behandlung älterer Patienten im Krankenhaus. Da dies häufig mit einem ungünstigeren Verlauf und sogar einer erhöhten Sterblichkeit in Verbindung steht, gilt es nach Möglichkeit solche Verwirrtheitszustände zu erkennen, zu vermeiden oder frühzeitig und umfassend zu behandeln. Eine medikamentöse Behandlung des Verwirrtheitszustandes ist meist alleine nicht erfolgreich. Wichtig ist darüber hinaus Patienten durch verschiedene und persönlich zugeschnittene, nichtmedikamentöse Maßnahmenbündel zu schützen. Hierzu zählen bspw. Hilfestellungen zur Wiedergewinnung der Aktivität und Orientierung sowie die Vermeidung von Stressbelastungen.

Um den bisherigen Behandlungsansatz noch weiter verbessern, hat das Geriatrische Zentrum im Bereich der Akutgeriatrie ein teambasiertes Konzept entwickelt. Das geriatrische Team tauscht sich über mögliche Auslöser und begünstigende Faktoren zur Entstehung von Verwirrtheitszuständen aus und inwiefern beim einzelnen Patienten eine Verhinderung oder Verbesserung erzielt werden kann. Das Konzept wurde durch eine komplexe Fallkontrollstudie auf der Station 16-2 der Universitätsmedizin Mannheim (von Oktober 2018 bis November 2019) erprobt und wissenschaftlich vom Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg (NAR) und dem Geriatrischen Zentrum begleitet. Aufgrund des systematischen und täglich stattfindenden Austauschs im geriatrischen Team konnten vermehrt Patienten mit kognitiven Einschränkungen und Delir identifiziert und frühzeitig behandelt werden.

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