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Arbeitsgruppe Pankreasforschung (PD Dr. Michael Hirth)

Forschungsgebiete

Die Arbeitsgruppe Pankreasforschung an der II. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim widmet sich translationalen und klinischen Fragestellungen rund um Erkrankungen des Pankreas und damit verbundenen chronischen Schmerzen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Diagnostik, Charakterisierung von Krankheitsverläufen und der Entwicklung neuer Konzepte zur Schmerzerfassung und -behandlung.

Elastographie des Pankreas

Die Elastographie stellt eine nicht-invasive Ultraschalltechnik dar, mit der die mechanischen Eigenschaften von Organgewebe quantifiziert werden können – ein wachsendes Forschungsfeld insbesondere für fibrotische und inflammatorische Veränderungen bei chronischen Erkrankungen. Dabei untersuchen wir den Nutzen der transkutanen Elastographie zur objektiven Messung der Organsteifigkeit sowie deren diagnostische und prognostische Bedeutung bei chronischer Pankreatitis und anderen abdominellen Erkrankungen. Durch diese bildgebende Biomarkermessung wollen wir klinisch verwertbare Parameter etablieren, um die Krankheitscharakterisierung und die Differenzialdiagnostik zu unterstützen.

Scores der chronischen Pankreatitis

Die chronische Pankreatitis ist eine progrediente inflammatorische Erkrankung mit hoher klinischer Variabilität. Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung und klinischen Validierung von Scores zur Klassifikation und Schweregradeinteilung dieser Erkrankung, um standardisierte Einteilungen für Forschung und Therapieentscheidungen zu schaffen. Ein zentrales Projekt ist die M-ANNHEIM-Klassifikation, die multiple Risikofaktoren und Krankheitsstadien integriert und die Grundlage für vergleichende Studien sowie therapeutische Stratifizierung bietet.

Autoimmune Pankreatitis

Die autoimmune Pankreatitis stellt eine eigenständige Krankheitsentität dar, die durch immunologisch vermittelte Entzündungsprozesse vermittelt ist. Allerdings ist die Diagnostik mitunter herausfordernd und der Verlauf schwierig vorhersagbar. Unser Ziel ist es daher, diagnostische Kriterien zu etabliseren, immunologische Marker weiter zu erforschen und klinische Charakteristika dieser Form der Pankreatitis systematisch zu erfassen. Hierbei arbeiten wir interdisziplinär, um die Abgrenzung zu anderen Formen der Pankreatitis zu verbessern und therapeutische Strategien (insbesondere im Hinblick auf immunmodulierende Therapieansätze) evidenzbasiert zu evaluieren.

Schmerzforschung bei Erkrankungen des Pankreas

Sowohl die akute, wie auch die chronische Pankreatitis sind durch erhebliche abdominelle Schmerzen gekennzeichnet. Auch beim Pankreaskarzinom entwickeln viele Patienten im Laufe der Erkrankung zum Teil massive Tumorschmerzen. Daher untersuchen wir neurobiologische Mechanismen der Schmerzentstehung und -verarbeitung, u. a. die Wechselwirkung zwischen Tumorzellen und neuronalen Strukturen, die zu neuronaler Umstrukturierung und Schmerzchronifizierung führen kann. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickeln wir neurophysiologische Messprotokolle, um Schmerzen objektiv zu quantifizieren und potenzielle Biomarker für personalisierte Schmerztherapien zu identifizieren.

Kontextspalte

Ansprechpartner

Mitarbeiter

  • Dr. Philipp Göltl
  • Dr. Felix Stroop
  • Sophia Zimmer

Doktor- und Masterarbeiten

Bei Interesse für eine Master- oder Doktorarbeit wenden Sie sich bitte an PD Dr. med. Michael Hirth.


Publikationen

Publikationen der Arbeitsgruppe finden Sie unter pubmed. Nutzen Sie Hirth M [Author] als Stichwort für die Suche.