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Prostatakarzinom

Wir bieten modernste, präzise und schonende Strahlentherapiekonzepte für alle Stadien des Prostatakarzinoms.

Ziel ist eine effektive Tumorbehandlung bei bestmöglicher Schonung umliegender Organe. Die Therapieentscheidung erfolgt dabei stets interdisziplinär und Tumorboard-basiert.

Online adaptive Radiotherapie (oART)

Für bestimmte Indikationen beim Prostatakarzinom führen wir die Bestrahlung als oART durch. Bei der oART wird vor jeder Behandlung eine aktuelle Bildaufnahme mittels eingebauter Computertomographie (CBCT) erstellt. Der Bestrahlungsplan wird anschließend an die tagesaktuelle Anatomie angepasst.
Die Behandlung erfolgt dabei am modernen ETHOS® (Varian, Siemens Healthineers) und ermöglicht eine besonders präzise Anpassung an Veränderungen der Prostata oder der umliegenden Organe. Dadurch kann der Tumor gezielt behandelt und gesundes Gewebe bestmöglich geschont werden.
Die tägliche CBCT-Bildsteuerung bildet dabei die Grundlage für die adaptive Anpassung und die hochpräzise Durchführung der Behandlung.

Normo- und hypofraktionierte Bestrahlung

Bei der Strahlentherapie wird die Gesamtdosis in mehrere Einzeldosen aufgeteilt. Moderne hypofraktionierte Konzepte ermöglichen größere Einzeldosen pro Bestrahlungstermin und verkürzen dadurch die Gesamtbehandlungsdauer.
Die Therapie wird individuell an Tumorstadium, Risikoprofil und Begleiterkrankungen angepasst. Moderne bildgestützte Verfahren mit täglicher CBCT-Bildgebung (z.B. HyperSightTM-CBCT)ermöglichen dabei eine präzise und reproduzierbare Behandlung.

Strahlentherapie nach Operation

Nach einer operativen Entfernung der Prostata kann eine Strahlentherapie sinnvoll sein, wenn ein erhöhtes Risiko für ein Wiederauftreten (Rezidiv) der Erkrankung besteht, der PSA-Wert erneut ansteigt oder ein Rezidiv ebendort vorliegt.
Ziel ist es, verbliebene Tumorzellen im Operationsgebiet zu behandeln und das Risiko eines Rückfalls zu reduzieren bzw. das Rezidiv selbst zu behandeln.
Auch hier erfolgt die Behandlung mit täglicher bildgestützter Lagerungskontrolle mittels CBCT.

Kombination mit Hormontherapie

Bei bestimmten Risikokonstellationen wird die Strahlentherapie mit einer vorübergehenden Hormontherapie kombiniert. Diese Behandlung kann das Wachstum von Prostatatumorzellen verlangsamen und die Wirkung der Strahlentherapie unterstützen.
Die Dauer und Art der Hormontherapie werden je nach Tumorstadium individuell festgelegt. Die Therapieplanung erfolgt interdisziplinär und tumorboard-basiert.

Stereotaktische Bestrahlung von Oligometastasen

Bei einzelnen Metastasen kann eine stereotaktische Strahlentherapie eingesetzt werden. Dabei wird eine hohe Strahlendosis sehr präzise auf kleine Zielvolumina konzentriert.
Diese Behandlung erfolgt in wenigen Sitzungen und ermöglicht eine gezielte Therapie einzelner Metastasen. Je nach klinischer Situation können dabei sowohl offline-adaptive als auch online-adaptive Bestrahlungskonzepte eingesetzt werden. Die tägliche CBCT-Bildsteuerung ermöglicht eine exakte Kontrolle der Zielregion vor jeder Behandlung.

Erfahrenes und spezialisiertes Team

Die Behandlung erfolgt durch ein erfahrenes, interdisziplinäres Team aus Fachärztinnen und Fachärzten, Medizinphysikexpertinnen und -experten sowie speziell geschulten Medizinischen Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTRs).
Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen stellen sicher, dass moderste Techniken und aktuellste wissenschaftliche Standards in die Behandlung integriert werden.

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Ablauf der Strahlentherapie beim Prostatakarzinom

Die Vorbereitung und Durchführung der Strahlentherapie beim Prostatakarzinom folgt einem klar strukturierten Ablauf. Dazu gehören ein ausführliches Erstgespräch, eine Planungs-Computertomographie (CT) sowie die tägliche präzise Lagerungskontrolle vor jeder Bestrahlung mittels moderner CBCT-Bildgebung.
Die Therapieentscheidung erfolgt interdisziplinär im Tumorboard und wird individuell an Tumorstadium, Begleiterkrankungen und persönliche Voraussetzungen angepasst.

 Ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung ist die kontrollierte Füllung von Harnblase und Enddarm, da diese Organe die Lage der Prostata beeinflussen.
Wenn zusätzlich die Lymphabflusswege mitbestrahlt werden, kann bereits beim Planungs-CT die Gabe von oralem Kontrastmittel sinnvoll sein, um den Dünndarm besser darzustellen und die Schonung umliegender Organe weiter zu optimieren.

Worauf Sie vor der Bestrahlung achten sollten

  • Ausreichend gefüllte Harnblase
    Für die Bestrahlung ist in der Regel eine gut gefüllte Harnblase erforderlich. Dadurch wird die Lage der Prostata stabilisiert und umliegende Organe – insbesondere der Dünndarm – können besser geschont werden.
    Sie erhalten hierzu genaue Trinkanweisungen vor jeder Behandlung. Sie sollten zudem  besonders in der Bestrahlungszeit auf ausreichende Trinkmengen achten.  
  • Möglichst leerer Enddarm
    Für eine präzise Bestrahlung sollte der Enddarm möglichst frei von Luft und Stuhl sein. Dadurch bleibt die Lage der Prostata stabil, die Strahlendosis kann exakt auf das Zielgebiet konzentriert und der Enddarm besser geschont werden.
    In manchen Fällen kann zur Vorbereitung ein kleines Miniklysma (ein kleines, rektal anzuwendendes Abführmittel zur schnellen und gezielten Entleerung des Enddarms) empfohlen werden, um den Enddarm vor der Behandlung zu entleeren.

Diese Maßnahmen tragen entscheidend dazu bei, die Behandlung reproduzierbar, sicher und möglichst schonend durchzuführen.

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