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Hirntumoren und Hirnmetastasen

Wir bieten moderne und hochpräzise Strahlentherapiekonzepte für Patientinnen und Patienten mit gutartigen und bösartigen Tumoren des Gehirns sowie mit Hirnmetastasen. Dazu gehören unter anderem Gliome, Meningeome und Metastasen anderer Tumorerkrankungen.

Die Behandlung wird individuell an die Art, Größe und Lage des Tumors sowie an die persönliche Erkrankungssituation angepasst. Ziel ist eine bestmögliche Tumorkontrolle bei gleichzeitiger Schonung des gesunden Gehirngewebes und wichtiger funktioneller Strukturen

Strahlentherapie von Gliomen

Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung verschiedener Gliome. Abhängig von Tumorart und Erkrankungssituation kann sie nach einer Operation oder bei nicht vollständig operablen Tumoren eingesetzt werden.

Art, Umfang und Dauer der Bestrahlung werden individuell anhand der Tumoreigenschaften, der vorausgegangenen Behandlung und der persönlichen Erkrankungssituation festgelegt.

Kombination mit Chemotherapie bei Gliomen

Bei bestimmten Gliomen wird die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie kombiniert. Die medikamentöse Behandlung erfolgt dabei in enger Zusammenarbeit mit unseren Neuroonkologinnen und Neuroonkologen.

Je nach Tumorart und Erkrankungssituation kann die Chemotherapie gleichzeitig mit der Strahlentherapie durchgeführt und in bestimmten Situationen anschließend als adjuvante Therapie fortgeführt werden. Welche Kombination und Behandlungsdauer sinnvoll ist, wird interdisziplinär festgelegt.

Strahlentherapie von Meningeomen und anderen gutartigen Hirntumoren

Auch bei gutartigen Hirntumoren wie Meningeomen kann eine Strahlentherapie sinnvoll sein. Sie kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn ein Tumor nicht vollständig entfernt werden kann, erneut wächst oder aufgrund seiner Lage nicht sicher operiert werden kann.

Abhängig von Größe und Lage kann die Behandlung über mehrere Sitzungen oder als hochpräzise stereotaktische Bestrahlung erfolgen.

Behandlung von Hirnmetastasen

Hirnmetastasen können bei verschiedenen Krebserkrankungen auftreten. Welche Form der Strahlentherapie am besten geeignet ist, hängt unter anderem von Anzahl, Größe und Lage der Metastasen sowie von der gesamten Erkrankungssituation ab.

Insbesondere bei einzelnen oder wenigen geeigneten Hirnmetastasen können hochpräzise stereotaktische Verfahren eingesetzt werden. Bei ausgedehnterem Befall stehen weitere individuell angepasste Bestrahlungskonzepte zur Verfügung.

Stereotaktische Bestrahlung und Radiochirurgie

Kleine und klar abgrenzbare Tumoren oder Metastasen können mit einer stereotaktischen Bestrahlung besonders präzise behandelt werden. Dabei wird eine hohe Strahlendosis gezielt auf das erkrankte Gewebe konzentriert und das umliegende gesunde Gehirngewebe bestmöglich geschont.

Je nach Erkrankung kann die Behandlung in einer einzigen Sitzung als stereotaktische Radiochirurgie oder verteilt auf wenige Behandlungstermine erfolgen.

Für geeignete Erkrankungen bieten wir auch die stereotaktische Radiochirurgie mit dem Gamma Knife an.

Mehr zur stereotaktischen Radiochirurgie mit dem Gamma Knife

Bestrahlung nach einer Operation

Nach der operativen Entfernung eines Hirntumors kann eine zusätzliche Strahlentherapie erforderlich sein. Ob eine postoperative Behandlung empfohlen wird, hängt unter anderem von der Tumorart, dem feingeweblichen Befund, dem Ausmaß der Operation und weiteren individuellen Risikofaktoren ab.

Die Bestrahlung wird präzise auf das Operationsgebiet und gegebenenfalls angrenzende Risikobereiche ausgerichtet.

Schonung wichtiger Strukturen des Gehirns

Bei der Bestrahlungsplanung berücksichtigen wir die individuelle Lage des Tumors und benachbarter empfindlicher Strukturen. Dazu gehören beispielsweise Sehnerven, Augen, Hirnstamm und gesundes Gehirngewebe.

Durch eine individuelle Planung soll die notwendige Strahlendosis möglichst präzise auf das Zielgebiet konzentriert und die Belastung gesunder Strukturen so gering wie möglich gehalten werden.

Interdisziplinäre Therapieplanung

Die Behandlung von Hirntumoren erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Die individuelle Therapie wird daher interdisziplinär unter Berücksichtigung der Bildgebung, der feingeweblichen Diagnose, der vorausgegangenen Behandlungen und der gesamten Erkrankungssituation festgelegt.

Ablauf der Strahlentherapie bei Hirntumoren und Hirnmetastasen

Die Strahlentherapie von Hirntumoren und Hirnmetastasen folgt einem klar strukturierten Ablauf. Die einzelnen Behandlungsschritte werden an die jeweilige Erkrankung und das geplante Bestrahlungskonzept angepasst

Erstgespräch und Therapieentscheidung

Zu Beginn findet ein ausführliches Gespräch statt, in dem die Erkrankung, das Behandlungsziel und die geplante Strahlentherapie besprochen werden. Vorhandene Untersuchungen wie MRT, CT, Operationsberichte und feingewebliche Befunde werden dabei berücksichtigt.

Die Behandlungsentscheidung erfolgt in enger interdisziplinärer Abstimmung und wird individuell an Ihre Erkrankungssituation angepasst.

Planungs-CT und individuelle Maske

Für die Bestrahlungsplanung wird in der Regel eine spezielle Computertomographie durchgeführt. Damit der Kopf während der Planung und bei jeder späteren Behandlung exakt in derselben Position liegt, wird eine individuell angepasste Bestrahlungsmaske angefertigt.

Die Maske liegt eng am Kopf an, ist jedoch luftdurchlässig und ermöglicht eine präzise und reproduzierbare Lagerung.

MRT und Bestrahlungsplanung

Für die genaue Festlegung des Zielgebietes werden häufig aktuelle MRT-Aufnahmen mit der Planungs-CT zusammengeführt. Dadurch können der Tumor beziehungsweise das Operationsgebiet und die umliegenden empfindlichen Strukturen besonders genau dargestellt werden.

Auf dieser Grundlage wird für jede Patientin und jeden Patienten ein individueller Bestrahlungsplan erstellt.

Tägliche Behandlung

Die Anzahl der Behandlungstermine hängt von der jeweiligen Erkrankung und dem gewählten Bestrahlungskonzept ab. Während die Behandlung beispielsweise bei Gliomen häufig über mehrere Wochen erfolgt, können stereotaktische Behandlungen in einer oder wenigen Sitzungen durchgeführt werden.

Vor jeder Bestrahlung wird die korrekte Position sorgfältig überprüft. Die Bestrahlung selbst ist schmerzfrei und dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Was Sie selbst beitragen können

  • Ruhiges Liegen während der Bestrahlung
  • Einnahme verordneter Medikamente nach ärztlicher Anweisung
  • Mitteilung neuer oder zunehmender Beschwerden an das Behandlungsteam
  • Teilnahme an den vereinbarten Kontroll- und Nachsorgeuntersuchungen

Diese Maßnahmen unterstützen eine sichere und möglichst gut verträgliche Durchführung der Behandlung.

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