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DWI-Mismatch und Kollateralisation bei lakunären Infarkten

Die Charakterisierung lakunärer Hirninfarkte mittels DSC Perfusion-MRT (PWI) ist aufgrund der geringen Läsionsgröße schwierig. Bislang wurde die PWI nur in wenigen Studien untersucht und die Ergebnisse sind uneinheitlich. In einer Studie untersuchten wir deshalb Perfusionsmuster (Match, Mismatch oder inverses Mismatch) bei lakunären Infarkten. Eine umschriebene, zum Infarktareal korrespondierende Minderperfusion konnte in etwa 2/3 der Fälle nachgewiesen werden. Dabei konnten sowohl Fälle mit einem Match, einem Mismatch sowie einem inversen Mismatch dargestellt werden (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1. Drei Beispiele für Perfusions-Muster beim akuten lakunären Hirninfarkt: (1) Mismatch, (2) inverses Mismatch und (3) Match zwischen DWI und PWI. Die DWI (a) zeigt die initiale ischämische Läsion (Pfeil). Die berechneten Parameterkarten zeigen das Perfusionsdefizit: TTP (b), CBF (c) und CBV(d). Die ischämische Läsion im Verlaufs-MRT (DWI, e).

In einer Folgestudie wurde die Darstellbarkeit eines kollateralen Blutfluss beim lakunären Infarkt mittels dynamischer 4D Angiogramme untersucht. Hierdurch ließen sich verschiedene Kollateralisations-Typen darstellen (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2. Schematische Illustration des Blutflusses zwischen benachbarten Territorien perforierender Arterien (A): fehlend (B), von peripher nach zentral (C), von zentral nach peripher (D) und Kombination von peripher nach zentral (C), von zentral nach peripher (D).

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