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Studien Schlüssellochchirurgie

In der minimalinvasiven Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) führen wir derzeit mehrere Studien durch. Diese sollen zeigen, ob neue Verfahren besser als herkömmliche Verfahren sind.



TLH + Studie

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass möglicherweise Eierstockkrebs in verschiedene Arten eingeteilt werden kann. Dabei wird vermutet, dass ein Teil dieser Erkrankung Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) eigentlich von den Eileitern statt von den Eierstöcken ausgeht.

Sollte bei Ihnen eine minimalinvasive Gebärmutterentfernung geplant sein, bieten wir Ihnen daher an, die funktionslosen Eileiter im Rahmen einer Studie zusätzlich zu entfernen. Wir möchten mit der wissenschaftlichen Untersuchung beweisen, dass dieser zusätzliche Eingriff, der einen Zeitbedarf von meist unter zehn Minuten hat, für die Patientinnen keine zusätzliche Belastung darstellt und die Gesamtdauer der Operation dadurch nur unbedeutend verlängert wird.

Unterlagen zur Studie


LH-3,5 Studie 

Die Instrumente für minimalinvasive Operationen werden immer besser und immer feiner. Mit einer weiteren Studie wollen wir zeigen, dass die Entfernung der Gebärmutter auch mit noch feineren Instrumenten als den herkömmlichen Instrumenten möglich ist. Der Standarddurchmesser der Instrumente beträgt fünf Millimeter.

Wir wollen mit dieser Untersuchung systematisch aufzeigen, dass auch die Verwendung von 3,5 Millimeter Instrumenten für die Patientinnen gefahrlos möglich ist und noch kleinere Narben zumindest einen kosmetischen Vorteil bringen.

Möglicherweise wird nach Abschluss dieser Studie allgemein hinterfragt werden, ob fünf Millimeter Instrumente noch zeitgemäß sind.

Unterlagen zur Studie


TG-Adnex Studie

Natürliche Körperöffnungen (Mund, Scheide, Darm) rücken für den Zugang zum Bauchraum zunehmend in den Fokus des Interesses, da hier keine sichtbaren Narben zurückbleiben. Nachdem in unserem Klinikum an vielen Patienten gezeigt werden konnte, dass die Blinddarmentfernung mit einem Gastroskop (also durch den Magen) narbenlos durchgeführt werden kann, wollen wir mit einer systematischen Studie zeigen, dass auch die Entfernung der Eierstöcke auf diesem Weg gefahrlos möglich ist.

Unterlagen zur Studie


Solo-Chirurgie in der gynäkologischen Laparoskopie

Üblicherweise werden für eine minimalinvasive Operation an der Gebärmutter und an den Eierstöcken ein Operateur und ein die kamerahaltender Assistent benötigt. Wird die Kamera nicht sehr ruhig gehalten, kann das den Operationsablauf empfindlich stören. Bereits seit vielen Jahren gibt es einen Roboterarm, der die Kamera halten kann und ein ruhiges Bild garantiert. Mit dieser Studie soll ein entsprechender Roboterarm mit dem System Einstein Vision der Firma Aesculap systematisch erprobt werden.

Aufsatz zur Solo-Chirurgie
Patienteninformation und Einverständniserklärung Solo-Chirurgie

Sollte bei Ihnen die Indikation zu einem der oben genannten Eingriffe bestehen und Sie Interesse an einer zukunftsweisenden Operationsmethode haben, sprechen Sie uns darauf an. Sind die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt, werden wir Sie gerne im Rahmen einer solchen Studie operieren.


EMLA-LSK Studie

In mehreren Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die Injektion von Lokalanästhetika in die Wunden der Laparoskopie den postoperativen Wundschmerz reduzieren und damit auch die Länge des stationären Aufenthalts verkürzen kann. EMLA-Pflaster enthalten ebenfalls ein Anästhetikagemisch bestehend aus je 25 Milligramm Lidocain und Prilocain.

In der Studie wird überprüft, ob die Verwendung dieses Verbandsmaterials ebenfalls zu einer signifikanten Änderung der Schmerzwahrnehmung führt. Es gibt zwei Gruppen in dieser Studie: Die eine Patientengruppe erhält die neuen, die andere Gruppe hingegen die herkömmliches Pflaster auf den Wunden. Die Pflaster werden 24 Stunden nach der Operation entfernt. An den zwei darauf folgenden Tagen werden die Patientinnen gebeten, jeweils einen kurzen Fragebogen über die Schmerzempfindung auszufüllen.


Gebärmutterentfernung
& Sexualität

Durch das Entfernen der Gebärmutter ist es möglich, dass das Erleben von Sexualität verändert wird. Inwieweit die Sexualität nach der Operation durch unterschiedliche Operationsverfahren beeinflusst wird, ist derzeit weitestgehend unbekannt. Generell besteht die Möglichkeit, die Gebärmutter komplett zu entfernen oder den Gebärmutterhals zu belassen. Da der Einfluss auf Sexualität ein wichtiges Entscheidungskriterium für eines der beiden Operationsverfahren darstellt, soll dieser Frage mit einer klinischen Studie nachgegangen werden.

Patienteninformation und Einverständniserklärung
Fragebogen zur weiblichen Sexualität

Hinweis zu den Studien

Alle wissenschaftlichen Untersuchungen sind durch die Ethikkommission II der Universität Heidelberg überprüft und für ethisch unbedenklich erachtet worden.

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