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Harninkontinenz

Inkontinenz nennt man die fehlende oder mangelnde Fähigkeit des Körpers, den Blasen- und/oder Darminhalt sicher zu speichern und selbst zu bestimmen, wann und wo er entleert werden soll. Es werden verschiedene Formen unterschieden, von denen hier nur die Wichtigsten aufgeführt sind:

Belastungsharninkontinenz

Bei der Belastungsharninkontinenz handelt es sich um unwillkürlichen Urinverlust bei Husten, Niesen, Lachen oder körperlicher Aktivität. Der Urin geht meist in Spritzern verloren, da der Schließmechanismus der Harnröhre geschädigt ist.

Bei Frauen ist die Ursache häufig eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur, die durch Schwangerschaft und Geburt oder durch hormonelle Umstellung während der Wechseljahre hervorgerufen werden kann.

Dranginkontinenz

Unter einer überaktiven Blase versteht man eine Kombination aus häufigem Wasserlassen (auch in der Nacht) und ununterdrückbaren, überfallartig auftretenden Harndrängen mit dem Gefühl, den Urin nicht mehr halten zu können. Dabei kann es im Rahmen einer Drangharninkontinenz auch zu ungewolltem Urinverlust kommen. Die Ursachen können eine Blasenentzündung, eine Instabilität der Blasenmuskulatur, oder eine Blasensenkung sein.

Mischinkontinenz

In manchen Fällen treten die typischen Symptome von Belastungs- und Dranginkontinenz gemeinsam auf. Die Betroffenen verlieren unwillkürlich Urin beim Husten, Niesen, Lachen oder körperlicher Aktivität und leiden gleichzeitig unter häufigem, kaum zu unterdrückendem Harndrang. Meist ist bei der Mischinkontinenz eine der beiden Formen besonders stark ausgeprägt.

Überlaufinkontinenz

Bei dieser Form der Inkontinenz kommt es zu einem unkontrollierten Überlaufen der Blase aufgrund einer blockierten Harnröhre oder einer schwachen Blasenmuskulatur. Die Behandlung ist abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung.

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Praktische Hinweise zur Vorstellung in der Sprechstunde

  • Fragebogen zur Krankengeschichte
  • Lebensqualitätsfragebogen
  • Toilettentagebuch

Informationsmaterial

  • Beckenbodenphysiotherapie (mit Link zur AG GGUP)
  • Lokale Östriolisierung
  • Drangmedikamte: Anticholinergika / Sympathomimetika
  • Belastungsmedikament: Duloxetin

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Ansprechpartner

Benjamin Hoch

Benjamin Hoch

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

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