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Kompetenzzentrum Cochlea Implant Mannheim (KCIM)

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Rotter hat sich ein interdisziplinäres Team von HNO-Ärzten, Logopäden, Audiologen und Phoniatern zusammengefunden, das auf eine langjährige Erfahrung (seit 1997) in der CI-Versorgung zurückblicken kann.

Was ist ein Cochlea Implantat?

Das CI ist eine elektronische Hörhilfe, mit der hochgradig Schwerhörige und Ertaubte wieder hören können. Die ausgefallenen Funktionen des Innohres werden durch das CI ersetzt. Im Wesentlichen besteht ein CI aus einem Implantat mit Elektroden in der Hörschnecke (Cochlea) sowie dem Sprachprozessor hinter dem Ohr, ähnlich einem Hörgerät. Der Sprachprozessor wandelt die akustischen Eingangsignale in elektrische Impulse um. Diese werden in der Hörschnecke auf den Hörnerv (Nervus cochlearis) übertragen und können dann vom Gehirn als Ton, Sprache oder Geräusche erkannt werden. In einem operativen Eingriff wird das Implantat in die Hörschnecke vorsichtig vorgeschoben, dabei muss ein kleiner Schnitt hinter dem betroffenen Ohr gemacht werden.

Wann brauche ich ein Cochlea Implantat?

Bei erwachsenen Patienten, die hochgradig schwerhörig sind und die mit einem Hörgerät nicht ausreichend versorgt werden können, ist das Cochlea Implantat häufig die einzige Möglichkeit, wieder zu hören. Das Hören mit einem CI muss über Monate neu erlernt und an die Höreindrücke des Patienten angepasst werden. Die Erstanpassung des Sprachprozessors wird bei unserem Partner der Bosenberg Klinik in St. Wendel (Saarland) durchgeführt.

Wo wird die Erstanpassung durchgeführt?

Etwa vier bis sechs Wochen nach der Operation wird der Sprachprozessor eingeschaltet, individuell eingestellt und erneut technisch sorgfältig kontrolliert. Diese Erstanpassung wird in Kombination mit einem Hörtraining in der Bosenberg Klinik stationär über fünf Tage durchgeführt, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Die Bosenberg Klinik befindet sich etwa 130 Kilometer nordwestlich von Mannheim in St. Wendel (Saarland). Es ist eine HNO-Rehaklinik mit dem Schwerpunkt CI / Schwerhörigkeit sowie Tinnitus. Dr. Seidler, HNO-Chefarzt, Präsident der Schwerhörigen und selbst CI-Träger leitet die HNO-Abteilung der Bosenberg-Klinik. Mit Hilfe der Kombination von Einzeltraining und Gruppentraining werden die vorhandenen Hörfähigkeiten verstärkt und die Patienten auf den Alltag und die neuen Höreindrücke vorbereitet. Ziel ist es, durch Optimierung der Sprachprozessoreinstellung die Kommunikation besonders bei Störgeräuschen zu verbessern. Zusätzlich zur Hörschulung werden während des einwöchigen Aufenthaltes die Patienten im Umgang mit dem CI-System geschult, um die Pflege des Systems und die Fehlererkennung des Sprachprozessors zu erlernen. Des Weiteren wird der Gebrauch von Zusatzgeräten wie FM-Anlagen und Zusatzmikrofonen erklärt. Zum Ausgleich wird ein breites Programm zur psychovegetativen Stabilisierung angeboten, wie zum Beispiel das Erlernen von Entspannungsverfahren und auch Sporttherapie.

Ziel des KCIM

Ziel des KCIM ist es, eine wohnortnahe CI-Versorgung im Rhein-Neckar-Raum von erwachsenen Patienten anzubieten. Wesentlich ist die langfristige Qualitätssicherung sowie Sicherstellung der effizienten Nutzung des CI-Systems für die Patienten, um somit das optimale Hören zu ermöglichen.

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Ärztliche LEITUNG

Dr. med. Jerome Servais 

Oberarzt