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Südwestdeutsches Zentrum für Tumoren des Thymus und Myasthenia gravis

Die Sektion Thoraxchirurgie deckt das gesamte Spektrum der chirurgischen Therapie der Thymome und der Myasthenia Gravis ab. Hierzu zählen sämtliche Standardprozeduren der invasiven Diagnostik und Therapie. Darüber hinaus bietet die Sektion als eine von zehn Kliniken in Deutschland die minimal-invasive robotisch assistierte radikale Entfernung von Thymus und Thymomen an. Die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie listet unsere Sektion als eines von zwei Referenzzentren für diese Operationsmethode (neben der Charité, Berlin).

Die minimal-invasive robotische Thymektomie ist die Entfernung des Thymus/Thymons mit Hilfe eines Operationsroboters in Schlüssellochtechnik. Das vermeidet die sonst nötige Spaltung des knöchernen Brustbeins. Stattdessen wird der operative Zugang auf drei ca. 8mm kleine Schnitte am linksseitigen Brustkorb begrenzt.

Durch die stark vergrößerte hochauflösende Sicht im Vergleich zur offenen Operation und der konventionellen minimal-invasiven Methode (3D Sicht, Ultra HD, 10 fache Vergrößerung) kombiniert mit der Genauigkeit des OP Roboters, wird eine sonst nicht zu erreichende Präzision des Eingriffs bei gleichzeitiger Begrenzung des OP-Traumas erreicht. Das führt zu geringeren postoperativen Schmerzen und früher Herstellung sämtlicher Körperfunktionen, so dass eine Entlassung bereits zwei bis vier Tage nach der Operation möglich ist.

OP Narben nach konventioneller Operation
OP Narben nach konventioneller Operation
Schonende Thymus-OP: Nach Knopfloch-OP fast narbenfrei
Nach der schonenden Thymus-OP mithilfe eines OP-Roboters (Knopfloch-OP) bleibt der Oberkörper praktisch narbenfrei.

Beteiligte

Prof. Dr. Eric Rössner, FEBTS

Leiter minimal invasive Thoraxchirurgie

Prof. Dr. Peter Hohenberger

Leiter Spezielle Chirurgische Onkologie und
Thoraxchirurgie

Prof. Dr. Marc Fatar

ltd. Oberarzt der Klinik für Neurologie

Prof. Dr. Michael Platten

Direktor der Klinik für Neurologie

Prof. Dr. Alexander Marx

Direktor Institut für Pathologie

Veränderungen des Thymus

Thymom ist der medizinische Fachausdruck für einen Tumor des Thymus (deutsch auch Bries genannt). Ungefähr drei Viertel dieser Tumoren sind gutartig, nur ein Viertel ist bösartig. Die bösartigen werden malignes Thymom oder Thymuskarzinom genannt.  

Etwa 30 Prozent der Patienten sind zum Diagnosezeitpunkt asymptomatisch. Symptome können unter anderem Husten, Druckgefühl im Brustkorb oder Luftnot sein. Gelegentlich kann ein Thymom auch durch ein paraneoplastisches Syndrom auffallen.

Bei einem Viertel aller Thymome findet sich eine Myasthenia gravis, aber auch eine Polymyositis, eine Arthritis oder ein Sjögren-Syndrom, eine Erythrozytenaplasie, eine Riesenzell-Myokarditis, eine Hypogammaglobulinämie, autoimmune Bewegungsstörungen und andere Autoimmunerkrankungen können auftreten. Ursache ist häufig die fehlende Genexpression des autoimmune regulator genes (AIRE), das die normale Elimination von autoreaktiven T-Lymphozyten im Thymus verstärkt.  

Hinweise auf ein Thymom ergeben sich schon im Röntgenbild des Brustkorbs bei Vorliegen einer unklaren vorderen mediastinalen Raumforderung. Zur Standarddiagnostik gehört die Computertomographie (CT). Bei speziellen Fragestellungen kann ein zusätzliches PET/CT notwendig sein

Kontextspalte

5. - 7. September 2019:

Facharztkurs zur Vorbereitung auf die Europäische Facharztprüfung der Europäischen Gesellschaft für Cardio-thorakle Chirurgie

Thymektomie mit Roboter

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Muskelschwäche Myasthenia gravis und die minimal-invasive Thymektomie (Thymus Operation) mit dem Da Vinci Roboter.


bericht

des Mannheimer Morgen über eine roboter-assistierte Thymus-Entfernung

Bericht über roboter-assistierte Thymektomie